Wie zeige ich meinem Chef, dass ich im Homeoffice aktiv bin?

Die Grundlage für Teleworking ist gegenseitiges Vertrauen
Das Arbeiten von daheim stellt viele vor neue Herausforderungen. Arbeitnehmer, aber auch die Vorgesetzten.

Wie viele Smileys oder andere Zustimmungsicons darf, soll oder muss ich meinem Vorgesetzten in der abteilungsinternen WhatsApp-Gruppe schicken? Ist es eine gute Idee, den Chef nach 20 Uhr mit Mails einzudecken? Damit er sieht, wie fleißig ich auch im Homeoffice bin?

Anerkennung im Beruf, das wissen wir, hat nicht ausschließlich mit inhaltlicher Leistung zu tun. Auch das soziale Verhalten spielt eine große Rolle dabei, wie gut wir bei unseren Vorgesetzten angeschrieben sind. Das gilt insbesondere für alle Arten von Bürojobs. In Produktionsbetrieben ist es verhältnismäßig egal, ob man dem Vorarbeiter vom Fließband aus zustimmend winkt. Waren bis vor Kurzem Teambesprechungen und Konferenzen noch eine gute Möglichkeit, Präsenz zu zeigen, fallen diese in Quarantänezeiten großteils weg. Videokonferenzen sind ein mittelguter Ersatz: Das karriereförderliche zwanglose Socializing gerät ins Hintertreffen, man redet meist Tacheles und kommt schneller zum Punkt. Außerdem bleiben die Meetings via Skype oft den Führungskräften vorbehalten. Nicht alle Mitarbeiter haben also die Möglichkeit, sich hier zu profilieren. Wenn doch, sollte der Auftritt am zum Schreibtisch umfunktionierten Küchentisch (nicht jeder hat ein Arbeitszimmer) möglichst professionell sein. Auftritte im Pyjama sind eher ungünstig.

Wie aber kann ich die Kommunikation mit meinem Vorgesetzten abseits der Kamera aufrecht erhalten? Wie kann ich ihm zeigen, wie viel ich arbeite?

Ganz konkret hat natürlich jede IT-Abteilung eines Betriebs die Möglichkeit, zu überprüfen, wer was am Computer macht. Das ist aber das Gegenteil von dem, was gerade in Krisenzeitung wichtiger denn je ist: Vertrauen in die Mitarbeiter.

Kommentare