Der fernöstliche Garten

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freizeit Leben, Liebe & Sex
02/28/2021

Welcher Gartentyp sind Sie?

Modern, praktisch, wild? Gärten spiegeln die Seele wider. Eine Typologie mit Augenzwinkern.

von Valerie Krb

Der Exot

Feng Shui ist für diesen Gartentyp nicht nur ein Trend, sondern eine Lebenseinstellung. Dementsprechend gilt es, die chinesische Harmonielehre auch auf den Garten zu übertragen. Charakteristisch sind fernöstliche Gewächse wie der Bambus, ein Buddha aus Stein und ein Koi-Teich. Asiatische Stilelemente können nach Belieben durchmischt werden, die Liebe zur Gartengestaltung kennt keine Ländergrenzen.

Der Wilde

Ein akkurat gestutzter Rasen und chemische Dünger sind für diesen Typus ein botanisches Sakrileg. Stattdessen setzt er auf heimische Wildblumen. Sie sorgen nicht nur für Farbenfreude, sondern bieten ebenso Nahrung für Wildbienen und Schmetterlinge. Denn auch die Fauna ist ihm wichtig. Obligatorisch ist ein Insektenhotel – falls sich das Getier zwischen den Mahlzeiten ausruhen möchte – und ein Beet für das Bio-Gemüse. 

Der Reduzierte

Hier gilt: So wenig Grün wie möglich, so viel Beton wie verfügbar. Ob die raue Kälte des Baustoffes Rückschlüsse auf den Charakter des Besitzers zulässt, hat die Psychologie noch nicht geklärt. Im Frühling wird jeder Löwenzahn, der sich waghalsig zwischen den Platten hindurchdrückt, ausgezupft. Denn: Weniger ist immer mehr. Dieser Typ ist durchaus praktisch veranlagt. Die totkultivierte Fläche erlaubt auch längere Urlaube. 
 

Der Romantiker

Was dem Reduzierten Feind, ist dem Romantiker Freund. Üppige Sträucher, liebliche Steinfiguren und – falls es der Platz erlaubt – ein Pavillon. Sorgfältig angelegte Wege führen zu romantischen Sitzplätzen. Pflanze der ersten Wahl ist natürlich die Rose. „Augusta Luise“, „Geoff Hamilton“ und „Golden Celebration“ sagen Ihnen nichts? Diesem Typus schon. Echte Botaniker kombinieren mit Lavendel. 

Der Praktiker

Ein Garten ist da, um benutzt zu werden, lautet das Credo dieses Typs. Erstes Gebot ist der robuste Rasen. Immerhin muss er die trampelnden Füßchen des Nachwuchses aushalten, sobald dieser das Trampolin verlassen hat. Pflanzensorten werden wild durcheinandergemischt, Ästhetik ist sekundär. So findet sich mancherorts die sonst längst ausgediente Thujenhecke. Auch Gartenzwerge werden noch gesichtet. 

Der Urbane

Ein eigener Garten steht ihm nicht zur Verfügung, deswegen weicht der Städter mit grünem Daumen auf den Gemeinschaftsgarten in der urbanen Nachbarschaft aus. Dort züchtet er Tomaten und Gurken im Hochbeet, der Feinstaub der Umgebung sorgt für Würze. Der Weg dorthin wird CO2-neutral mit dem Rad zurückgelegt. Wie der Begriff „Gemeinschaftsgarten“ schon verrät, schätzt er beim Garteln besonders die sozialen Kontakte. 

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