Österreicher lesen wieder mehr Bücher

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freizeit Leben, Liebe & Sex
02/16/2021

Warum Lesen dank Buch-Clubs wieder als cool gilt

Leseratten weichen neuerdings ins Internet aus, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Sogar mit Promis.

von Ingrid Teufl

Krimi-Fans finden ebenso, was ihr Herz begehrt, wie Fans von romantischen Liebesromanen: Buch-Clubs im Internet finden im Lockdown großen Zulauf.

Damit bekommt ein manchmal totgesagtes Genre - Literatur beziehungsweise Lesen an sich - ein neues Gesicht. Und zwar gar nicht verstaubt sondern modern und trendig.

Promi-Faktor

Dazu tragen nicht nur Prominente wie die Schauspielerinnen Emma Watson oder Reese Witherspoon bei. Sie haben Buch-Clubs gegründet.

Witherspoon hat mit "Reese's Book Club" eine eigene App dafür, Roberts präsentiert mit einer Freundin auf Instagram Interviews mit Schriftstellerinnen und kuratierte Leselisten.

Auch soziale Medien wie Instagram hat großen Anteil am Revival der Buch-Clubs. Dafür kann man sich auch bei Instagram auf Profilen wie jenem von Tennisspielerin Andrea Petkovic umschauen.

Während sie in Quarantäne vor den Australien Open ist, plaudert sie im Bad ihres Hotelzimmers mit Grünen-Chef Robert Habeck über sein Buch. Mit Sibylle Berg tauscht sie sich über das Leben außerhalb der Komfortzone aus, von Benjamin von Stuckrad-Barre erfährt sie, wie es ist, konstant in einem Hotel zu leben.

Vom Coolness-Faktor mal abgesehen greifen in letzter Zeit vermutlich auch deswegen mehr Menschen zum Buch, weil die Freizeitgestaltung wegen Corona so eingeschränkt ist.

Bedürfnis sich auszutauschen

Ein Bedürfnis sich auszutauschen, registriert  eine Sprecherin von LovelyBooks. Mit monatlich 1,9 Millionen Usern und insgesamt über einer Million Rezensionen ist die Online-Plattform nach eigenen Angaben die führende Buchcommunity im deutschsprachigen Raum.

Seit der Pandemie sei die Zahl der Zugriffe gestiegen, so die Sprecherin: "LovelyBooks verzeichnet allein im Jänner 2021 im Vergleich zum Vorjahr ein Traffic-Wachstum von über 30 Prozent."

Auf LovelyBooks gibt es zum Beispiel einen "Crime Club" oder das "House of Fantasy", wo sich Leserinnen und Leser austauschen können.

"Der typische LovelyBooks-Nutzer ist zwischen 21 und 40 Jahre alt und liebt das Lesen. Die Mehrheit, mindestens zwei Drittel unserer User, sind weiblich", sagt die Sprecherin.

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