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06/23/2021

Von Konsumentenschützern getestet: Die besten Fahrradhelme

Der KURIER durfte die Tester vom VKI bei ihren Recherchen begleiten und präsentiert heute die Testsieger.

von Uwe Mauch

Nach dem Frühstück knapp drei Stunden radeln, dann Fragebogen ausfüllen, kurze Mittagspause, am Nachmittag noch einmal so lange auf dem Fahrrad, dann vor dem Abendessen noch einmal das Protokoll ausfüllen. Alltag der sechs Tester vom Verein für Konsumenteninformation (VKI). Zehn Tage lang.

Seit dreißig Jahren teilt sich der österreichische VKI mit der deutschen Stiftung Warentest die Arbeit und auch die Kosten beim Testen von Fahrrädern und Fahrradzubehör. Und zwar genau so: Während die Kollegen in Berlin in ihren Labors die harten Fakten eruieren, prüft das Team rund um VKI-Testleiter Franz Wallner die jeweilige Leistung in der Praxis.

Im konsument (Juli-Heft) sind die Testergebnisse aller 14 für den täglichen Einsatz angebotenen Fahrradhelme bis ins Detail aufgelistet, auch die Verlierer. Der KURIER präsentiert jene sechs Produkte, die insgesamt die besten Noten erhielten:

Der Testsieger

Der Helm des bayrischen Herstellers Uvex bietet den Laborberichten zufolge einen guten Schutz vor Kopfverletzungen, und er punktet auch aufgrund seiner guten Eigenschaften bei der Nutzung und beim Fahren. Dieser alltagstaugliche Helm hat alles, was ein Fahrradhelm heute haben kann, unter anderem: mit nur 297 Gramm das geringste Gewicht bei diesem Test, LED-Licht, Reflektoren, Fliegengitter und auch MIPS. Zur Erklärung: MIPS steht für Multi-directional Impact Protection System und ist de facto eine Plastikfolie an der Innenseite des Helms, die bei Zusammenstößen aus verschiedenen Richtungen Rotationskräfte abfangen soll. Dazu erklärt Franz Wallner: „Unser Test zeigt, dass MIPS keine Voraussetzung für gut schützende Helme ist.“

Sicherer Zweiter

Um nur ein einziges Gramm schwerer als der Uvex, dafür mit 160 Euro gleich um 40 Euro teurer, belegt der Helm des ebenso in Bayern beheimateten Herstellers Alpina im aktuellen Test den zweiten Platz. MIPS hat dieser Kopfschutz nicht, wird ihm aber von den Konsumentenschützern offensichtlich nicht weiter übel genommen.

Der erste Dritte

Das Schwergewicht unter den getesteten Helmen ist der Hellblaue von Nutcase. Wie alle Modelle der US-Firma ist er urban-chic. Seine Vorzüge aus Sicht von VKI-Cheftester Wallner: „Er ist von der Passung nicht schlecht. Technisch wird er sehr gut bewertet. Außerdem ist er sehr gut rundum beleuchtet.“ Punkteabzüge gab es unter anderem, weil er weniger hitzebeständig ist.

Ebenso Dritter

Der Helm des weltbekannten US-Sportfahrradherstellers Specialized ist nur deshalb hinter dem Nutcase gereiht, weil das S im Alphabet hinter dem N folgt. Mit 68 von 100 Prozentpunkten ist er aber gleichauf und schafft deshalb noch den Sprung aufs Stockerl. Auch er ist recht schwer, und es fehlen ihm mit Ausnahme von MIPS die meisten modernen Standards. Dafür ist er mit einem Preis von 60 Euro der deutlich günstigste Fahrradhelm unter den sechs Besten. Und noch eines spricht für ihn laut Wallner: „Er hat allen Testern exzellent gepasst.“ Sein Manko hat mit der Sichtbarkeit zu tun: „Von hinten ist er ganz gut zu erkennen, von der Seite aber nur mäßig.“

Fünfter ex aequo

Der schwarze Bell und der weiße Casco teilen sich mit gleicher Punktezahl (62) den fünften Platz. Beide Helme werden von den Test-Radfahrern als „gut“ bzw. „in Ordnung“ bewertet. Besonders gefällt ihnen das höhenverstellbare Visier. Wer zwischen Mountainbike, Rennrad und Citybike öfters wechselt, kann das Visier leicht verändern. Auch bei tiefer stehender Sonne kann man schnell reagieren. Zwar haben beide Helme keine Extra-Beleuchtung, dafür sind ihre Reflektoren bei Dunkelheit gut wahrzunehmen.

Wichtige Hinweise

Grundsätzlich wird geraten, einen Radhelm zu tragen: „Weil dadurch die Gefahr, bei einem Unfall eine Kopfverletzung zu erleiden, deutlich verringert werden kann.“

Vor dem Kauf sollte man den Helm länger anprobieren und eine Runde damit fahren. Die leichteste Druckstelle ist ein Signal, dass der Helm nicht perfekt sitzt. Der Gurtverteiler soll knapp unter dem Ohr sitzen. Zwischen Kinn und Gurt dürfen ein bis zwei Finger Platz haben.

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