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freizeit Leben, Liebe & Sex
11/05/2020

Pokern, würfeln, Karten mischen: Erotische Spiele für Erwachsene

Die Abende werden länger, wir bleiben daheim – die perfekte Gelegenheit für einen Spieleabend. Eine Anregung mit Augenzwinkern.

von Gabriele Kuhn

Sex ist eine ernste Angelegenheit – aber nicht immer. Was er ebenfalls braucht: lustvolle Leichtigkeit, den Mut, zu experimentieren, zu entdecken und Neues auszuprobieren. Das Spielerische, also. „Ludologie“ heißt die „Lehre über das Spiel“, als „Homo ludens“ erhebt sich der Mensch über das Alltägliche und Gewöhnliche. Doch wie kommt der Sex zum Spiel – und umgekehrt?  Manchen fällt an dieser Stelle der Begriff „Rollenspiel“ ein – eh super. Dann organisieren wir uns Polizei- oder Kammerzofen-Uniformen und haben es einen Abend lang lustig. Mehr davon, schließlich ist jetzt Brettspielzeit. Die Tage werden kürzer, die Menschen sollen zu Hause bleiben – die perfekte Gelegenheit für einen erotischen Spieleabend, zu zweit (oder zu viert, wenn’s geht). Wem dazu spontan nur Flaschendrehen oder Strip-Poker einfällt – nix da. Immerhin hat Homo ludens das Genre „Erwachsenenspiele“ erfunden – einige Anregungen:

Erwünschtes Ziel: ,Dass die Partner strippen, sich berühren und streicheln, bis sie in der Ekstase-Runde in sexueller Hochstimmung enden.

Erotisch würfeln - und den Kamasutra pokern

Da wäre etwa „Sex-Roulette“, das Brettspiel fürs Vorspiel. Der Pfeil dreht sich, die Zahl, bei der er stehen bleibt, verweist auf eine von 24 „erotischen Herausforderungen“, die laut Beschreibung „Ihrem Sexualleben eine freche Wendung verleihen wird“. Für Fortgeschrittene allenfalls in der Version „Sex Roulette Pervers“ mit „risikoreicheren“ Herausforderungen erhältlich. Nur für zwei ist hingegen der „Vorspiel-Würfel“ gedacht – in dezentem Grün, um wohlfeile 2,95 €. Die Seiten von Würfel 1 sind mit „Aktionen“ versehen: „Kiss, Touch, Tickle, Lick, Suck, Massage (küssen, berühren, kitzeln, saugen, massieren), jene von Würfel 2 mit „Körperstellen“: Lippen, Ohren, Nacken, Brüste, Nippel … . Wie praktisch: Der Würfel leuchtet im Dunklen. Nicht minder animierend klingt das „Fuck me“-Spiel, es inkludiert Maske, Bondageseil, Penisring und eine „Reihe erotischer Würfel“, eine Broschüre mit diversen Aufgaben plus Kartenset mit „52 unvergesslichen Kamasutra-Positionen“. Klingt abendfüllend.

Apropos „Kamasutra“ – für Fans des gehobenen Herumturnens ist vermutlich „Kama Poker“ ideal. Ein erotisches Pokerspiel für zwei bis vier Spieler, mit 48 Chips und 52 Spielkarten. Erwünschtes Ziel: „Dass die Partner strippen, sich berühren und streicheln, bis sie in der Ekstase-Runde in sexueller Hochstimmung enden.“ Durch Passen, Erhöhen oder Bluffen können die Spieler das erotische Ergebnis des Spiels und sein Tempo beeinflussen. Hui. Vermutlich eine Frage des individuellen Geschmacks: das Oralsex-Spiel. Es gilt als „einfaches Spiel, das in jedem Nachtisch unverzichtbar ist“ – für „Partner, die etwas mehr wollen“. Es besteht aus einem Spielbrett, Würfeln, Pfandgegenständen, Regeln und Aufgaben. Man sollte „die Lustzonen spielerisch erkunden“ – Motto: „Findet heraus, wer von Euch die verschiedenen Spielarten, sich mit dem Mund zu verwöhnen, am besten beherrscht!“ Das „Busen Quartett“ hingegen ist eher für späte Stunden gedacht, wenn man geistig nicht mehr ganz auf der Höhe ist. Für das Quartett-Kartenspiel in der „Brust-Ausgabe“ braucht’s nämlich keine Strategie, sondern nur Glück und den Kennerblick. Dennoch, so steht’s in der Beschreibung, „wird das Busen-Quartett immer für Freude sorgen!“ Falls es an Mitspielern fehlt, empfiehlt sich die „biegsame Penis-Backform“ aus Silikon als Alternative, „einfach im Gebrauch, leicht zu reinigen“. Länge: 28 cm. Ideal für das entspannende Basteln von Germteig-Genitalien. Auch nicht übel: der Anti-Stress-Ball in Hodenform in Beige, „herrlich weich zum Quetschen, innen zusätzlich mit beweglichen Bällchen zum Herumspielen“. Der Winter kann kommen.

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