Businessman trying to unravel tangled rope or cable

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freizeit Fragen der Freizeit
01/26/2021

Warum verknoten sich meine Kopfhörerkabel ständig?

Fragen der Freizeit ... und Antworten, die Sie überraschen werden.

von Andreas Bovelino

Dass mir jetzt keiner sagt: „Der soll doch kabellose Kopfhörer nehmen!“ Weil die haben immer grad keinen Saft, wenn man sie braucht und überhaupt: Warum soll man eine prinzipiell bewährte Technologie einfach über Bord schmeißen?

Aber was zum Teufel machen die Kabel eigentlich, wenn man sie gerade nicht beobachtet? Egal wo, im Rucksack, dem Waistbag – bin ich der Einzige, der dazu Wimmerl sagt? – oder der Jackentasche: Binnen kürzester Zeit haben sie sich derart verknotet, dass man den Alexander, der ein wenig in jedem von uns schlummert, kaum unterdrücken kann. Ja den Großen mit der brachialen Art, Knoten zu lösen. Wobei der Gordische Knoten nur als unlösbarster der Geschichte gilt, weil meine Kopfhörerkabel international nicht so bekannt sind.

So fädelt man dann minutenlang ein Ende am anderen vorbei, sucht lose Stellen in einem perfekt festgezurrten Knäuel. Es ist absurd, wie In-Ear-Lautsprecher durch die allerengsten Schlaufen passen, und welcher Zug durch unbekannte Kräfte – das Universum? Kleine Kobolde, die Menschen ohne kabellose Kopfhörer verrückt machen wollen? Die hinterlistige Natur der Materie an sich?! – entsteht. Oder weisen sie damit auf die Schlampigkeit des Besitzers hin, weil sie artgerechter aufbewahrt werden wollen?

Die gute Nachricht: Physiker von der Uni in San Diego fanden heraus, dass die Besitzer der Kopfhörer praktisch nichts dafür können. Yep, Dorian Raymer und seine Kollegen haben sich wissenschaftlich mit dem Thema auseinandergesetzt und dem Ganzen auch gleich einen Namen gegeben: „Spontane Knotenbildung“ .

Ihrer Forschung zufolge besteht ab einer Länge von 1,4 m eine 50%ige Chance, dass sich ohne jedes Zutun ein Knoten im Kabel bildet, wenn es transportiert wird. 1,39 m ist die Standardlänge bei Kopfhörern, bei denen die Wahrscheinlichkeit des Verknotens noch explosionsartig steigt, weil sie durch ihr Y-Ende quasi ein Dreifachkabel darstellen. Keine Chance also, und das ist auch gleich die schlechte Nachricht: Man kann nichts dagegen tun. Außer auf kabellose umsteigen? Nein, vergessen Sie's, das hab ich nie gesagt ...

Hier schreiben Autoren und Redakteure abwechselnd über Dinge, die uns alle im Alltag beschäftigen.

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