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freizeit Essen & Trinken
04/09/2020

Was darf zu Ostern nicht fehlen? Kärntner Eierkren

Neben Reindling und Osterschinken tischen Kärntner auch Eierkren auf: Diese Delikatesse hat seinen Ursprung im Pessachfest.

von Anita Kattinger

Was alle Bundesländer eint, sind hart gekochte Eier und Kren zu Ostern. In vielen Gegenden dürfen diese Zutaten im Korb für die Fleischweihe nicht fehlen.

99 Prozent der gesamten österreichischen Kren-Ernte kommen aus der Steiermark, weiß der Verein "Land schafft Leben". Kren ist ein sehr arbeitsintensives Gemüse, Landwirte müssen vieles von Hand machen.

Dazu gehört auch das "Kren heben": Dabei wird der Kren nach zwei Monaten im Feld aus der Erde per Hand aus der Erde gehoben und die überflüssigen Seitenwurzeln abgerieben.

Auf jede Wurzel kommen so insgesamt etwa 12 bis 15 Handgriffe und allein bei der Ernte fallen zwischen 700 bis 1200 Arbeitsstunden pro Hektar an.

Kärntner und Steirer lieben den Eierkren

Ursprünglich hieß der Oster-Kren Maror: Er ist das Bitterkraut, das am ersten Abend des jüdischen Pessachfestes gegessen werden muss, um an das Elend der Sklaverei in Ägypten zu erinnern. So viel zum religiösen Hintergrund.

Wiener kennen zwar einen Eiaufstrich mit Kren verfeinert, dieser wird aber nicht zwangsläufig mit Ostern assoziiert und wird nur mit wenig Kren aufgepeppt. Kärntner und Steirer vermengen hingegen Eier und Kren zu der österlichen Delikatesse namens Eierkren.

Für die Zubereitung braucht es je nach Rezept Eier, Salz, Kren, Sauerrahm und Salz, oft wird mit Öl oder Apfelessig verfeinert.

Die Menge des Sauerrahms varriiert stark und mancherorts wird ein frischer Apfel in den Eierkren hinein gerieben. Letztgenannte Variante erinnert wieder an den Apfelkren, der in Wien gerne zum Tafelspitz gereicht wird.

Die Kärntner Traditions-Bäckerei Wienerroither aus Pörtschach am Wörthersee kennt folgendes Brauchtums-Rezept rund um den Wörthersee:

4 Eier hartgekocht
3 EL frischer Kren
3 EL Apfelessig
2 EL Sonnenblumenöl
Salz
Weißer Pfeffer
3 EL Sauerrahm

  1. Die Eier hart kochen und auskühlen lassen.
  2. Nach dem Schälen durch eine Kartoffelpresse drücken, oder  – alternativ dazu – würfeln.
  3. Anschließend die zerkleinerten Eier mit frisch gerissenem Kren, dem Apfelessig und dem Sonnenblumenöl vermischen.
  4. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Močka: Eierkren mit Apfel

2-3 Eier hartgekocht
Salz
Kren – frisch gerissen
1 Apfel
Essig & Wasser (1 : 2)
Sonnenblumenöl
Sauerrahm

  1. Die hart gekochten, abgekühlten Eier in Würfel schneiden.
  2. Apfel fein reiben.
  3. Kren reißen. Der Močka muss extra würzig sein und so richtig in die Nase steigen.
  4. Danach erst salzen und die Essig-Wasser-Mischung darüber gießen.
  5. Mit Öl und Rahm verfeinern.

Eiaufstrich nach Wiener Machart

8 harte Eier
1 Topfen-Packung
2 Essiggurkerl
2 TL Senf
1-2 EL zimmerwarme Butter
Salz, Pfeffer, Schnittlauch

  1. Zwei Eier klein hacken und beiseite stellen.
  2. Alle anderen Zutaten gut miteinander vermischen.
  3. Wer die Masse cremiger haben will, kann 1 bis 2 Löffel Butter unterrühren.
  4. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Zum Schluss die klein gehackten Eier vorsichtig unterheben. Mit Schnittlauch garnieren.

Tipp: Topfen und Butter lassen sich durch eine reife Avocado ersetzen.

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