Diese Geodentorte hat Tortendesignerin Andrea Kargl für einen Geburtstag eines Edelsteinfans kreiert

© Das Tortenstudio

freizeit Essen & Trinken
07/22/2020

Geodentorten: Wie der Edelstein in die Torte kommt

Eine Torte, die aussieht wie ein riesiger Amethyst – und komplett essbar ist. Was hinter diesem speziellen Design steckt.

von Julia Gschmeidler

Es scheint, als ob die  dunkelvioletten Steine eines Amethysten direkt in Torte eingesetzt worden wären, so funkeln und reflektieren die Steinchen das Licht. Doch diese  spezielle Torte kommt ganz ohne Edelsteine aus, vielmehr ist es eine spezielle Zutat, die das Backwerk zu einem optischen Erlebnis verwandelt: Kandiszucker. Die Kristalle aus Zucker werden  mit Lebensmittelfarbe eingefärbt und wirken dann in ihren Schattierungen wie Edelsteine.

Doch wie kommt man auf so eine Idee? Die US-amerikanische Tortenkünstlern Rachael Teufel, bekannt für ihre extravaganten Hochzeitstortendesigns, hat vor einigen Jahren den Auftrag erhalten, eine Torte  für eine Firmeneröffnung zu kreieren. An dieser dreistöckigen Torte hat Teufel 16 Stunden gearbeitet – da sind die unzähligen Stunden für den Entwurf  noch gar nicht miteinberechnet.

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„Ich wollte eine atemberaubende Torte kreieren und hierfür eine Geode als Fokuspunkt verwenden, um eine ehrwürdige visuelle Erfahrung für die Gäste darzubieten“, sagt Teufel  in einem Interview. Die Mühe hat sich gelohnt, denn die Torte ging viral und weltweit interessieren sich seitdem Hochzeitspaare wie Tortenkünstler für das auffällige Design.

Auch wenn Geodentorten auf Plattformen wie Pinterest oder Instagram Tausende Likes generieren, sind sie in Österreich nicht im täglichen Geschäft der Konditorinnen und Konditoren angekommen. „Die Torten sind hübsch anzuschauen, haben im deutschsprachigen Raum aber nie wirklich Fuß gefasst“, erzählt Andrea Kargl, Gründerin von „Das Tortenstudio“ in Wien.

Sie führt dies darauf zurück, dass die Torte ein sehr spezielles Design hat, das zudem sehr aufwendig ist und daher auch kostspielig. Selbst hat sie in ihrem Studio erst zweimal in sechs Jahren eine solche Torte gebacken – ihre erste war jedoch gar nicht für eine Hochzeit gedacht, sondern für eine Kindergeburtstagsparty eines  jungen Edelsteinfans.

Die Geode muss schön und geschmackvoll gestaltet sein, sonst kann sie wie eine Verletzung in der Torte aussehen.

Andrea Kargl | Inhaberin Das Tortenstudio

Dass sich Edelsteintorten vor allem in den USA und in Australien großer Beliebtheit bei Hochzeiten erfreuen, erklärt sich Tortendesignerin Andrea Kargl damit, dass die Hochzeitsfeiern im angloamerikanischen Raum einen viel größeren Showcharakter haben als bei uns. Dort werden die süßen Kunstwerke bereits während Trauung und Festessen in den klimatisierten Räumen zur Schau gestellt, um von möglichst vielen Hochzeitsgästen bestaunt zu werden.

„Bei uns hingegen geht der Trend zu natürlichen Hochzeitstorten ohne Fondant, mit echten Blumen“, sagt Kargl. Ein nachhaltiger Trend bei österreichischen Hochzeiten seien vor allem Semi Naked Cakes, bei denen nur ein Hauch von  (Butter-) Creme an den Böden sichtbar ist.

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Fingerspitzengefühl

Wagt man sich selbst an eine Geodentorte, sollte man  keine  Schlagobers- oder Joghurtcreme verwenden, da diese den Zucker auflösen würde. Als Füllung eignet sich Buttercreme oder Marmelade – die Kuchenmasse kann frei gewählt werden.  Auf die eingeschnittene Stelle schließlich den gefärbten Kandiszucker ankleben, eventuell mit einem Pinsel die Farbe anpassen. Spezielles Werkzeug benötigt man hierfür nicht. „Es reichen die Finger und ein Pinsel“, sagt Kargl und lacht.

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