Einfache Sprache
24.10.2018

Was man gegen sexuelle Belästigung im Internet tun kann

Viele Kinder und Jugendliche werden übers Internet sexuell belästigt. Das ist bei einer Umfrage von „Rat auf Draht“ herausgekommen.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Sehr viele Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren
sind von Cyber-Grooming betroffen.
Cyber-Grooming nennt man es, wenn erwachsene Menschen
Kinder im Internet sexuell belästigen.
Das ist bei einer Umfrage von der telefonischen Kinder-
und Jugend-Beratung „Rat auf Draht“ herausgekommen.

Wer Opfer von Cyber-Grooming wird, bekommt im Internet
Nachrichten von fremden Erwachsenen.
Zum Beispiel „Du bist hübsch, schickst du mir ein Foto
von dir im Bikini?“.
Oder Kinder bekommen Nacktfotos zugesendet,
auf denen zum Beispiel ein Penis zu sehen ist.

Ein Teil der befragten Kinder und Jugendlichen haben schon einmal
Nacktfotos von sich versendet.
Sie haben sich schon einmal in einem Video-Chat ausgezogen
oder wurden mit Nacktfotos erpresst.
Oder sie haben erlebt, wie sich fremde Erwachsene im Internet
als Kinder ausgegeben haben.
So wollten sie das Vertrauen der Kinder bekommen.

Elke Prochazka ist Psychologin von „Rat auf Draht“.
Sie sagt, man soll Kindern und Jugendlichen vermitteln,
dass solche Übergriffe im Internet nicht in Ordnung sind.
Man muss auch bei Computerspielen im Internet
vorsichtig sein.
Die Kinder und Jugendlichen können nämlich auch
über Computerspiele in Kontakt mit Fremden treten.
Die Polizei aus Deutschland warnt,
dass auch direkte Text-Nachrichten eine Gefahr sein können.
Immer wieder werden Kinder über WhatsApp aufgerufen,
Nacktfotos zu versenden.
Über das Handyprogramm WhatsApp kann man Nachrichten,
Fotos und Videos versenden.

Babara Buchegger ist von der Organisation Safer Internet.
Safer Internet ist eine Internetseite,
die über den sicheren Umgang im Internet aufklärt.
Sie sagt, wie wichtig Privatsphäre und richtige
Einstellungen im Internet sind.
Babara Buchegger sagt, dass die Eltern mit ihren Kindern
durchgehen sollen, wer welche Informationen im Internet sehen kann.
Adressen und Telefonnummern sollten erst gar nicht
angegeben werden.

Aber Fremden im Internet geht es nicht nur um sexuelle Belästigung.
Es geht ihnen auch um Diebstahl von persönlichen Daten
oder herauszufinden, wann sie wo einbrechen können.

Es gibt auch einen Trick, um Leute zu erkennen,
die sich als jemand anderes ausgeben, als sie wirklich sind.
Barbara Buchegger sagt, man kann jemanden zum Beispiel bitten,
ein lustiges Foto mit einer Gurke am Kopf zu machen.
Bei jemanden mit einem gestohlenen Bild ist das nicht so leicht.
Derjenige sucht entweder nach irgendwelchen Ausreden
oder er wird abgeschreckt.