Einfache Sprache
21.08.2018

Vor 50 Jahren endete der „Prager Frühling“

Vor 50 Jahren, am 21. August 1968, wurde der „Prager Frühling“ gewaltsam beendet. Am 21. August gibt es deswegen viele Gedenk-Feiern, viele Politiker schweigen aber auch an diesem Gedenk-Tag.

Link zum Original-KURIER-Artikel

In der Nacht vom 20. August auf den 21. August 1968
nahmen sowjetische Soldaten die tschechische Hauptstadt Prag ein.
Die Sowjetunion war ein kommunistisch regiertes Land
im Osten von Europa und Asien.
Beim Kommunismus gibt es viel Gemeinschaft und sehr viel Gleichheit.

Das bedeutet, dass es zwischen Menschen keinen Unterschied gibt.
Im Kommunismus gibt es nur eine Regierung
und nur eine politische Partei.

Sowjetische Soldaten haben Prag deswegen eingenommen,
weil die Menschen vom Prager Frühling einen unabhängigen
und menschlichen Sozialismus wollten.
Sozialismus ist eine politische Idee.

Im Sozialismus gehört das Geld
und der ganze Besitz vom Staat allen Menschen.

Am 21. August ist der 50. Jahrestag vom Ende vom Prager Frühling.
Deswegen gibt es in ganz Tschechien Gedenk-Feiern und Aktionen.

Die Mauern von der Hoch-Schule in der tschechischen Stadt Brno zum Beispiel,
werden 4 Tage lang mit Filmen aus der Zeit vom Prager Frühling angestrahlt.
In vielen Städten in Tschechien gibt es Gedenk-Gottesdienste.
Die tschechische Sängerin Marta Kubišová
wird ihr Lied „Das Gebet für Marta“ am Abend bei einer großen
Gedenk-Feier auf dem Wenzels-Platz in Prag singen.
Dieses Lied wurde im Jahr 1968
als Zeichen für den Widerstand im Prager Frühling gesungen.
Einige Wochen später wurde das Lied verboten.

Der tschechische Präsident Milos Zeman
möchte keine Rede zum Gedenken halten,
weil die Kommunisten wieder in der Regierung sind.

Andrej Babis, der tschechische Ministerpräsident
wird eine Gedenk-Rede vor dem Radio-Gebäude halten
,
das als erstes Gebäude von den sowjetischen Soldaten angegriffen wurde.
Auch der slowakische Präsident Andrej Kiska wird eine Rede halten.