Einfache Sprache
14.11.2018

„Pech gehabt Ali!“: FPÖ löscht rassistisches Video aus dem Internet

Die FPÖ veröffentlichte ein Video, in dem es um den Missbrauch von E-Cards geht. Dafür nutzten sie rassistische Vorurteile.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Vor kurzem fand ein Treffen gegen Hass im
Internet, im Bundeskanzleramt statt.
Das Treffen wurde von der
österreichischen Regierung organisiert.
Zur gleichen Zeit hat die FPÖ ein rassistisches
Video im Internet hoch geladen.

Bei Rassismus handelt es sich um eine Form von
Ausgrenzung, bei der Menschen wegen ihrer
Kultur, Nationalität oder wegen ihrem Aussehen
ausgegrenzt, benachteiligt oder sogar vertrieben werden.

In dem Video geht es um die Figur „Ali“,
der die E-Card von seinem Cousin missbraucht.
Unter Missbrauch der E-Card versteht man zum
Beispiel die Verwendung von gestohlenen Karten
oder das Weitergeben der E-Card an andere Personen.

Mit der E-Card seines Cousins,
will Ali zum Zahnarzt gehen.
Das gelingt ihm jedoch nicht, da die E-Card
zukünftig mit einem Foto ausgestattet ist.

Der Kommentar der FPÖ lautet im Video:
„Pech gehabt Ali. Es heißt nun:
Sozialmissbrauch adé“.
Das Video bekam viel Kritik,
auch von den NEOS.

Die FPÖ verteidigt sich
Auf KURIER-Anfrage bezeichnete die FPÖ
das Video zunächst als Satire.
Eine Satire kann geschrieben, oder zum
Beispiel in Filmen dargestellt werden.
Die Satire ist ein Mittel,
um indirekt Kritik auszuüben.
Durch übertriebene Darstellungen werden
Zustände oder Ansichten angesprochen und
es wird sich darüber lustig gemacht.

„Überwiegend Ausländer“ sollen die E-Card
missbrauchen, heißt es von der FPÖ.
Das Video wurde noch am gleichen Abend
von FPÖ-TV auf Facebook und Youtube entfernt.
Christian Hafenecker ist der
oberste Geschäftsführer von der FPÖ.
Er erklärte, er hätte das Video
so nicht online gestellt.
Er hat es aber nicht gesehen,
bevor es hochgeladen wurde.

Auf Twitter war eine andere Version des
Videos am Abend aber noch abrufbar.

Es gibt nicht viele bestätigte Fälle,
in denen E-Card's missbraucht wurden,
sagen die Zuständigen Stellen.