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06.11.2018

Neue Behandlung gegen Internetsucht

Seit kurzem gibt es ein spezielles Behandlungsprogramm für Menschen mit Internetsucht. Das Anton-Proksch-Institut bietet das in Wien-Kalksburg an.

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Ein Teil der Bevölkerung ist von Internet-Sucht betroffen.
Es gibt seit kurzem ein spezielles Behandlungsprogramm
im Anton-Proksch-Institut in Wien.
Das Anton-Proksch-Institut ist eine Einrichtung, die Menschen hilft,
von ihrer Sucht loszukommen.
Das ist das erste Programm in dieser Art in Österreich.
Dort werden Internetsüchtige seit ungefähr 15 Jahren betreut.
Seit einiger Zeit gibt es auch
eine stationäre Behandlung für Internetsüchtige.
Stationär bedeutet, wenn man in einer Einrichtung
behandelt wird und dort für bestimmte Zeit bleiben muss.

Bei der Internetsucht verbringt man immer mehr Zeit im Internet.
Man verbringt immer weniger Zeit in der echten Welt.
Man hat auch Probleme mit Partnerschaften, Beruf und der Ausbildung.
Vor allem junge Menschen sind von Internetsucht betroffen.
Oft haben internetsüchtige Menschen auch psychische Erkrankungen.

Die Betroffenen erstellen im Internet eine Figur von sich,
die stark und selbstbewusst wirkt.
Im Internet finden sie Anerkennung und Freunde.
In der echten Welt sind diese Menschen oft unsicher
und haben wenig Freunde.

Seit einem Jahr haben sie an dem stationären Behandlungsprogramm
für Internetsüchtige gearbeitet.
Die Betroffenen müssen mindestens 17 Jahre alt sein.
Sie werden 8 Wochen stationär aufgenommen.
Am Beginn müssen Handys abgegeben werden.
Die Handy-Nutzung wird mit der Zeit auf nur 1 Stunde pro Tag verkürzt.
Es gibt Gruppentherapien und Einzeltherapien einmal pro Woche.

Die Gruppe besteht derzeit aus 6 Patienten.
Die Gruppe arbeitet mit einem Ampel-System.
Grün steht für ungefährliche Programme.
Rot für gefährliche Programme.
Die Patienten dürfen ungefährliche „grüne“ Programme nutzen.
Andere Internet-Programme sollen die Patienten
nur unter bestimmten Bedingungen nutzen.
Die Patienten sollen nicht vollkommen auf das Internet verzichten.
Die Therapie soll ihnen aber dabei helfen,
wieder mehr in der echten Welt zu leben.