Einfache Sprache
30.03.2018

Menschen verändern natürliches Verhalten von Bären

In Schweden haben Bären-Mütter erkannt, wie sie ihre Kinder länger vor Menschen schützen können. Dadurch verändert sich aber auch ihre natürliche Vermehrung.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Über viele Jahre haben Forscher das Verhalten
von Bären in Schweden untersucht.
Die Zahl der Bären in Schweden wird bereits
seit Mitte der 1980er Jahre untersucht.
Dabei kam es zu einer Überraschung.
Normalerweise behalten Bären-Mütter ihre Kinder
eineinhalb Jahre lang bei sich.
Aber inzwischen behalten die Bären-Mütter
ihre Kinder bei sich, bis sie zweieinhalb Jahre alt sind.
Das beeinträchtigt die Vermehrung der Bären.
Aber dafür haben sie eine größere Möglichkeit zu überleben.

Der Grund dafür ist der Mensch.
In Schweden gibt es ein Gesetz, dass es Jägern verbietet,
Bären zu jagen, wenn sie in der Familie unterwegs sind.
Bären die alleine unterwegs sind, dürfen aber gejagt werden.
Die Bären-Mütter haben das bemerkt
und behalten deswegen ihre Kinder länger bei sich.
In Schweden gibt es ungefähr 3000 Braunbären,
von denen jedes Jahr etwa 300 gejagt werden.
Bisher war es so, dass die Jagd durch Menschen
dazu geführt hat, dass sich Tiere früher
und schneller vermehren.