Martin Luther Kings Traum erfüllte sich bis heute nicht

Martin Luther King steht auf einem Balkon vor einer Menschenmenge © Bild: APA/AFP/-

Vor 50 Jahren wurde Martin Luther King erschossen. Er hat sich in den 1950er und 1960er Jahren für die Rechte der dunkelhäutigen Bevölkerung in den USA eingesetzt.

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Martin Luther King,
der sich in den 1950er und 1960er Jahren
für die Rechte der dunkelhäutigen Menschen einsetzte,
wurde vor 50 Jahren erschossen.
Der Freiheitskämpfer wurde am 4. April 1968
im Bundesstaat Memphis erschossen.

Um 18 Uhr schoss James Earl Ray
mit einem Remington-Gewehr
auf eine Gruppe dunkelhäutiger Männer.
Sie standen keine 100 Meter von ihm entfernt,
vor Zimmer 306 des Lorraine Motel.
Dabei wurde Martin Luther King erschossen.

Die Kugel durchschlägt den Hals
und durchtrennt sein Rückenmark.
Martin Luther King war 39 Jahre alt,
als er im St. Joseph-Krankenhaus gestorben ist.
Im Jahr 1991 eröffnete das National Civil Rights Museum,
im früheren Lorraine Motel und dem Haus gegenüber.
Das Museum zeigt Martin Luther Kings Hotelzimmer so,
wie er es zum letzten Mal verlassen hat.
Alles, bis hin zum kalten Kaffee
und den ausgedrückten Zigarettenkippen in Kings Zimmer,
ist originalgetreu nachgestellt.
Civil Rights ist Englisch und heißt Bürgerrechte.

Am 28. August 1963,
hielt King eine der bekanntesten Reden der Menschheitsgeschichte.
Vor 250 000 Zuhörern, von denen 75 000 hellhäutig sind,
hält King in Washington seine „I have a Dream“-Rede.
Er sagte: „Ich habe einen Traum,
dass sich eines Tages diese Nation erheben wird
und die wahre Bedeutung ihres Glaubens lebt:
Für uns soll als selbstverständlich gelten,
alle Menschen sind als gleich geschaffen“.  

Martin Luther King träumte von einer Welt,
in der alle Menschen gleich behandelt werden,
egal welche Hautfarbe sie haben.
Sein Traum ist heute,
50 Jahre nach seinem Tod
immer noch nicht erfüllt worden.
Martin Luther King ist damals
nach Memphis gekommen,
um zu erreichen, dass Schwarze
die gleichen Rechte haben,
wie alle anderen Menschen.

Die Heimatstadt von Martin Luther King
war damals ein wichtiger Ort für den rassistischen Ku-Klux-Klan.
Hell- und dunkelhäutige Menschen gingen damals in getrennte Schulen,
aßen in getrennten Restaurants und benutzten getrennte Toiletten.

Der Ku-Klux-Klan ist ein rassistischer
und gewalttätiger Geheimbund,
der ein brennendes Kreuz als Markenzeichen hat.
Dieser ist vor allem in den Südstaaten der USA aktiv.
Der Klan war von 1865 bis 1875
und von 1915 bis 1944 als einheitliche Organisation aktiv.
Seit 1950 bestehen unter diesem Namen
wieder mehrere voneinander unabhängige Gruppen.

Bis zu seinem Tod am 22. April 1988
in einem Gefängnis für kranke Strafgefangene in Tennessee,
versuchte James Earl Ray die Welt von seiner Unschuld zu überzeugen.
Der in armen Verhältnissen aufgewachsene hellhäutige,
war ein bekennender Rassist, ein Bankräuber und Gefängnisausbrecher.
Er ist 2 Monate nach dem Attentat auf Martin Luther King
auf der Flucht am Londoner Flughafen Heathrow
mit gefälschten Papieren festgenommen worden.
Die Frau vom ermordeten Martin Luther King,
Coretta war bis zu ihrem Tod
im Jahr 2006 fest davon überzeugt,
dass James Earl Ray nicht der Mörder war.
Andere Zeit-Zeugen vermuteten dass das Militär,
die Polizei oder die Mafia für den Anschlag verantwortlich waren.

Das Begräbnis von Doktor Martin Luther King
fand am 9. April 1968 in Atlanta statt.
„200 000 Menschen kamen.
Mahalia Jackson sang.
Der Sarg lag auf einem
von zwei Eseln gezogenen Karren (...).
Der Doktor wollte es so“,
das erzählt der Führer vom National Civil Right Museum.

Auszeichnung
Für seinen Einsatz für die Bürgerrechte
von dunkelhäutigen Menschen in den USA,
wurde Martin Luther King
mit dem Friedens-Nobelpreis ausgezeichnet.

Bürgerrechtsbewegung
Mit dem Tod von Martin Luther King,
war auch die Bürgerrechtsbewegung
für die Rechte der dunkelhäutigen
Menschen in den USA beendet.

( kurier.at , mb ) Erstellt am 09.04.2018