Kaffeehaus für Menschen mit Demenz

Kaffeehaus für Menschen mit Demenz
Im „Café Zeitreise“ treffen sich jede Woche Menschen mit Demenz und ihre Familien.

Link vom Original-KURIER-Artikel

In Österreich leben 130 000 Menschen,
die an Demenz leiden.
Demenz ist eine Krankheit,
bei der man geistige Fähigkeiten verliert.
Zum Beispiel vergessen Menschen mit Demenz oft,
was gerade passiert ist.
Von Demenz sind vor allem ältere Menschen betroffen.

In Wien gibt es seit Kurzem das "Café Zeitreise.“
Das Kaffeehaus befindet sich im Krankenhaus
„Göttlicher Heiland“ im Wiener Stadtteil Dornbach.
10 ältere Ehepaar nehmen daran teil.
Zuerst gibt es Kaffee und Kuchen.
Danach gibt es einen Sesselkreis mit dem
erfahrenen Sozialarbeiter Norbert Partl und mit
freiwilligen Mitarbeitern und 10 Menschen mit Demenz.
Partl macht mit den Menschen Gedächtnis-Übungen.

Im Nebenraum können Angehörige von Demenz-Kranken
mit der Psychologin Alexandra Probst über ihren Alltag mit
den demenzkranken Menschen reden.
Ein Psychologe beschäftigt sich mit dem Verhalten
und den Reaktionen von Menschen.

Karl Rudolf ist 75 Jahre alt und war Geschäftsführer
einer Firma in Österreich.
Vor 5 Jahren wurde Rudolf erklärt, dass die Demenz
Teile von seinem Gehirn stört.
Seine Ehefrau Renate meint, dass er weiterhin ihr Mann ist.
Sie sagt aber auch, dass sich sein Verhalten durch die
Demenz verändert hat.

Sozialarbeiter Partl möchte mit diesem Kaffeehaus
die Menschen aus der Einsamkeit herausholen.
Partl meint, dass er aus Gesprächen mit Angehörigen
und demenzkranken Menschen weiß,
dass die Gefahr einer Depression groß ist.
Depression ist eine psychische Erkrankung.
Menschen mit Depression sind oft traurig und haben wenig
Freude am Leben.

Renate Rudolf erzählt auch, dass ihr Mann in dem
Kaffeehaus 90 Minuten beschäftigt ist.
Sie sagt auch, dass ihr Mann gut versorgt wird
und er sich wohlfühlt.
Sie kann inzwischen mit anderen über ihre Erfahrungen sprechen.

Psychologin Alexandra Probst sagt,
dass das Angebot bewusst einfach gestaltet ist.
Viele Angehörige und ihre Familien finden es nämlich schwer,
über Demenz zu reden.
In einem Kaffeehaus über Erfahrungen zu reden ist nicht so schwer.
Probst meint auch, dass viele das Angebot vom
Demenz-Kaffeehaus annehmen und auch wiederkommen.

Sozialarbeiter Partl und Psychologin Probst möchten
ihre Treffen auch an anderen Orten anbieten.
Im Moment haben Menschen aus weiter entfernten Bezirken
eine längere Anreise.
Das Demenz-Kaffeehaus wird derzeit durch
private Geld-Spenden bezahlt.
Partl und Probst würden sich aber freuen,
wenn Firmen und der Staat Österreich
das Projekt
mit Geld unterstützen würden.
Weitere freiwillige Helfer werden auch benötigt.

Weitere Informationen finden Angehörige von
Demenz-Kranken auf der folgenden Internet-Seite:
https:// caritas-pflege.at/wien/angehoerige/entlastung-bei-demenz/.

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