Einfache Sprache
15.03.2016

Kärnten kann Schulden nicht bezahlen

Jeder, der sich von einer Bank Geld ausleiht, muss es auch zurückzahlen. Manche Menschen haben aber so viele Schulden, dass sie Probleme haben, diese zurückzuzahlen.

Das Bundes-Land Kärnten wird nicht
zahlungsunfähig werden.
Das Versprach der österreichische Finanz-Minister
Hans Jörg Schelling.
Ein Finanz-Minister ist für das Geld
von einem Land zuständig.
Der Grund für dieses Versprechen ist eine ehemalige
Bank, die Hypo Alpe Adria-Bank.
Hier wird erklärt, warum Kärnten wegen der
Hypo Alpe Adria Bank in
Schwierigkeiten gekommen ist.

Wenn eine Bank jemanden Geld leiht,
möchte sie das Geld, nach einer
bestimmten Zeit wieder zurückhaben.
Geld von einer Bank ausborgen nennt man auch
„einen Kredit nehmen“.
Bei einem Kredit muss man mehr zurückgeben,
als man sich von der Bank ausgeliehen hat.
Das Geld, das man mehr zahlt, nennt man Zinsen.
Von den Zinsen lebt eine Bank.
Wenn Banken Kredite vergeben, ohne sicher zu sein,
dass das Geld auch zurückgezahlt wird,
kann die Bank in Schwierigkeiten kommen.
Den Geld-Betrag, den man jemanden
zurückzahlen muss, nennt man Schulden.

Die Kärntner Bank Hypo Alpe Adria hat viele Kredite
vergeben, die nicht zurückgezahlt werden konnten.
Sie hat sich aber auch selbst Geld von
anderen Banken ausgeliehen.
Weil sie aber keine Kredite zurück
bezahlt bekommen hat, konnten sie selbst
auch ihre Schulden nicht bezahlen.

Wenn jemand einen Kredit vergibt,
so heißt er Gläubiger.
Der Gläubiger möchte eine Sicherheit
für das verborgte Geld.
Sicherheit ist zum Beispiel ein Haus von der Person,
die sich das Geld ausgeborgt hat.
Oder man findet jemanden, der das Geld zahlt,
wenn man selbst nicht zurückzahlen kann.
Das heißt: Diese Person haftet für den Kredit.

Das Land Kärnten hat für die Kredite der
Hypo Alpe Adria gehaftet.
Es ist aber so viel Geld, mehr als 11 Milliarden Euro,
die das Land gar nicht alles zurückzahlen kann.
Kärnten hätte danach kein Geld mehr gehabt.

Daher wurde die Hypo Alpe Adria
auf verschiedene Firmen aufgeteilt.
Einige Firmen wurden verkauft.
Eine Firma, die nicht verkauft wurde, heißt HETA.
HETA ist eine Firma, die versucht, Schulden für
andere Firmen loszuwerden.

Um die Schulden los zu werden,
holte sich das Land Kärnten Hilfe beim Finanz-Minister.
Der bot den Gläubigern an, dass die HETA
einen Großteil der Schulden sofort zurückzahlt.
Dem müssen aber mehr als die Hälfte
der Gläubiger zustimmen.
Das haben die Gläubiger aber nicht getan.
Jetzt wird vor Gericht um die
Rückzahlung der Schulden verhandelt.