Einfache Sprache
31.03.2017

Johanna Mikl-Leitner ist seit letztem Wochenende Partei-Chefin

Als Erwin Pröll seinen Rücktritt bekannt gab, wurde Johanna Mikl-Leitner als neue Partei-Chefin der ÖVP in Niederösterreich bestimmt, jetzt beginnt sie mit ihrer Arbeit.

Link zum Original-KURIER-Artikel

(Für eine bessere Lesbarkeit wurde der Artikel gekürzt.
Außerdem gibt es Anmerkungen in Klammern zur besseren Verständlichkeit.)


Die Politikerin Johanna Mikl-Leitner hat letztes Wochenende
offiziell mit ihrer Arbeit als Partei-Chefin der ÖVP in Niederösterreich angefangen.
Die Partei-Chefin in Niederösterreich wird auch Landes-Hauptfrau genannt.
Zu ihrem Amtsantritt als Landes-Hauptfrau hat die Tageszeitung KURIER
ein Gespräch mit Johanna Mikl-Leitner geführt und ihr einige Fragen gestellt:

Wie geht es Ihnen mit der Bundespolitik, wo wieder über
Neuwahlen gesprochen wird?

Jeder ist in der Politik gut beraten,
für die Zeit für die er gewählt ist, hart zu arbeiten.
Das gilt für Niederösterreich wie auch für die Bundesebene.
(Damit meint sie, dass das für die Politiker in Niederösterreich gilt
und auch für die Bundes-Regierung.)

Das heißt, Sie wünschen sich, dass auf Bundesebene bis Herbst 2018 gearbeitet wird?
Das erwarten sich die Leute.
Das ist eine Frage der Verlässlichkeit.

Wie zufrieden sind Sie mit Christian Kerns Amtsführung?
Ein Regierungs-Chef muss Leadership zeigen und schauen,
dass für die Republik gearbeitet und nicht gestritten wird.
Da ist noch Luft nach oben.
(Damit meint sie, dass der Bundeskanzler eine gute Führungspersönlichkeit
sein muss und sich für Österreich einsetzen.
Sie ist der Meinung, dass Bundeskanzler Kern die Arbeit noch verbessern kann.)

In der ÖVP-Niederösterreich gilt Sebastian Kurz als großes politisches Talent.
Soll er die ÖVP in die Nationalratswahl führen?

Jeder kennt mein Verhältnis zu Sebastian Kurz.
Er war mein Staats-Sekretär, er hat immer meine Unterstützung.

Also Spitzenkandidat?
Das gilt es dann zu entscheiden, wenn es so weit ist.

Bei Ihrem Parteitag gab es auch erste Wahlkampftöne.
Ist die ÖVP-Niederösterreich bereits im Wahlkampfmodus?

Mein Amtsverständnis lautet, so lange zu arbeiten wie möglich,
und dann einen so kurzen, intensiven Wahlkampf wie nötig zu führen.

Was heißt das genau?
Niederösterreich-Wahlen im März 2018.

Über einen früheren Wahltermin wurde zuletzt wegen einer zeitlichen Nähe
zur Nationalrats-Wahl gesprochen.

Ich beteilige mich nicht an Spekulationen. (Spekulationen sind Vermutungen)
Das schafft kein Vertrauen.
Ich will Sicherheit für die Wähler.
Daher arbeiten wir, so lange die Periode dauert.
(Periode bedeutet Zeitraum)

Am Parteitag haben Sie gesagt, die ÖVP-Niederösterreich will die Partei für die Fleißigen sein.
Der Slogan könnte von der FPÖ sein.
(Slogan heißt Spruch)
Wodurch unterscheiden Sie sich von den Freiheitlichen?
Indem wir hart arbeiten.
Jeder weiß, dass in Niederösterreich die ÖVP die starke Kraft ist.

Wir handeln blau-gelb war ein weiterer Schlüsselsatz.
(Blau-Gelb sind die Landes-Farben von Niederösterreich.)

Ich gestehe anderen Parteien zu, dass auch sie Ziele haben
und gewisse Themen für bestimmte Zielgruppen vertreten.
Wir als ÖVP-Niederösterreich denken blau-gelb
und wollen für alle mehr erreichen.

Ihr politisches Zukunftsrezept? (Was sind Ihre politischen Ziele?)
Das wichtigste und zentralste Thema ist Arbeit schaffen.
Dazu braucht es eine gute Wirtschafts- beziehungsweise
Wissenschafts- und Forschungspolitik.
Die Konzepte dazu erarbeiten wir jetzt im Zuge unseres Programmkongresses.

Was ist Ihnen Wissenschaft und Forschung wert?
300 Millionen Euro in den nächsten Jahren.

Was hat Ihnen Pröll beigebracht?
Eine Politik mit Handschlag-Qualität und ganz klaren Entscheidungen.
(Handschlag-Qualität heißt, dass man sich darauf verlassen kann,
dass Absprachen eingehalten werden.)