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09.11.2018

Ist der 12-Stunden-Tag wirklich freiwillig?

Seit September gibt es ein neues Arbeitszeit-Gesetz. Mitarbeiter von Firmen können freiwillig 12 Stunden am Tag arbeiten, dürfen aber nicht dazu gezwungen werden.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Seit September gibt es den freiwilligen 12-Stunden-Tag.
Das bedeutet, dass Mitarbeiter von Firmen,
12 Stunden am Tag und 60 Stunden
in der Woche arbeiten können.
Vorher durfte man höchstens
10 Stunden am Tag arbeiten.
Viele Menschen finden das neue Gesetz nicht gut.
Sie befürchten, dass es dazu kommt,
dass ein 12 Stunden Arbeitstag zur Pflicht wird.

Seit das Gesetz gilt, kommt es auch zu Problemen damit.
In Wien, Tirol, Salzburg und Kärnten,
wollten einige Chefs, dass ihre Mitarbeiter
schon im Dienstvertrag unterschreiben,
dass sie freiwillig 12 Stunden am Tag arbeiten werden.

Wenn jemand nicht dazu bereit ist,
so einen Dienstvertrag zu unterschreiben,
kann es sein, dass er den Job erst gar nicht bekommt.
Wie freiwillig ist der 12-Stunden-Tag dann wirklich?

Bisher sind solche Vorfälle
vor allem im Bereich Gastronomie vorgekommen.
Die Gastronomie bezeichnet
einen bestimmten Teil der Gäste-Bewirtung.
Gasthäuser, Bars, Diskos oder Eis-Salons,
sind zum Beispiel Gastronomie-Betriebe.

Die SPÖ ist der Meinung, dass das neue Gesetz,
die Angestellten nicht gut genug schützt.
SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner sagt,
dass sie gerne mit der Regierung
über eine Änderung vom Gesetz verhandeln würde.

Sozialministerin Beate Hartinger-Klein von der FPÖ
ist aber der Meinung, dass das nicht notwendig ist.
Beate Hartinger-Klein sagt, dass es nur um Einzelfälle geht,
die auch bestraft werden sollen.