Einfache Sprache
05.07.2017

Friedlicher Marsch gegen Erdogan

Ein türkischer Politiker befindet sich zurzeit auf einem friedlichen Marsch. Dieser Marsch ist ein Protest gegen die Regierung in der Türkei.

Link zum Original-Kurier-Artikel

In der Türkei findet zurzeit ein Marsch
gegen den türkischen Präsidenten Erdogan statt.
Angeführt wird der Marsch von dem
türkischen Politiker Kemal Kilicdaroglu.
Er möchte damit gegen Erdogan und seine
Regierungs-Führung protestieren.
Ein Protest ist, wenn sich Menschen versammeln
um zu zeigen, dass sie gegen ein bestimmtes Thema,
oder ein Ereignis sind.
Kilicdaroglu sagt, dass sie die Erlaubnis von der
Regierung nicht brauchen, um zu marschieren,
sondern, dass es ihr Recht ist.

Erdogan sagte, dass man mit diesem Marsch
Terroristen und ihre Unterstützer schützen möchte.
Terroristen versuchen mit Gewalt ihre Ziele zu erreichen.
Kilicdaroglu sagte dazu, dass das die Worte
von einem Diktator sind.
Ein Diktator ist jemand, der alleine bestimmt,
was in seinem Land erlaubt ist und was nicht.
Kilicdaroglu sagt auch, dass Erdogans Wut zeigt,
dass sie Recht haben.
An diesem Protestmarsch nehmen täglich
mehr als 10 000 Menschen teil.
Das ist für Kilicdaroglu ein Erfolg.
Er sagt auch, dass dieser Marsch die Gelegenheit
für die Menschen ist, sich von der Angst
vor Erdogan zu befreien.

Kilicdaroglu sagt, dass Erdogan sie als Verbrecher bezeichnet.
Er riskiert es aber trotzdem, um der Türkei
Demokratie und Gerechtigkeit zurückzubringen.
Demokratie ist eine Regierungsform, auch wir in Österreich
leben in einer Demokratie.
In der Demokratie wählt das Volk, wer das Land regieren soll.
Kilicdaroglu sagte, dass 38 Grad herrschen
und weit mehr Menschen mitmachen als er erwartet hat.
Es sind sogar so viele, dass ihre Versorgung ein Problem ist.
Deswegen sagt er, statt beim Marsch mitzumachen,
sollten die Leute lieber zu der Abschluss-Rede
vom Marsch kommen.

Kilicdaroglu hatte den 430 Kilometer langen Marsch
am 14. Juni begonnen.
Ein Kilometer sind 1000 Meter.
Er will damit gegen die Verhaftung von einem
Partei-Kollegen protestieren.
Dieser wurde wegen einem Artikel über
geheime Waffenlieferungen festgenommen.
Kilicdaroglu startete den Marsch in Ankara
und will bis zu dem Gefängnis in Istanbul gehen,
in dem sein Kollege eingesperrt ist.
Dort möchte er am 9. Juli eine Rede halten.
Kilicdaroglu sagt, dass das schlimmste in der Türkei ist,
dass die Richter tun, was Erdogan ihnen sagt.
Kilicdaroglu hat auch angekündigt, bei seiner Rede am 9. Juli
zu verkünden, wie er Gerechtigkeit erreichen möchte.