Stadtbauamt vergibt gemeinnützige Tätigkeiten an Asylwerber im Wiener Rathaus am 10.02.2016

© KURIER/Franz Gruber

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02/22/2016

Fonds Soziales Wien unterstützt Flüchtlinge

Freiwillige Arbeit hilft den Flüchtlingen und der Stadt Wien.

Der Fonds Soziales Wien stellt für Flüchtlinge in
Wien Arbeitsplätze zur Verfügung.
Nour, ein Flüchtling sitzt an einem Schreibtisch im Rathaus.
Vor ihm steht ein dicker Ordner mit Rechnungen.
Hinter ihm stehen auch dicke Ordner mit Rechnungen.

Nour ist 19 Jahre und kommt aus Syrien.
Er ist einer von 30 Flüchtlingen,
die in 11 Dienststellen von der Stadt Wien arbeiten.
Nour kam vor 8 Wochen nach Österreich.
Er hilft seit November 3 Mal in der Woche im Stadtbau-Amt vom Rathaus.
Nour bearbeitet Rechnungen am Computer, verteilt Post
oder hilft seinen Kollegen mit Computer-Programmen bei der Bauplanung.

Nour kennt sich am Computer sehr gut aus.
Er lebte 2 Jahre für das Studium in Istanbul.
Istanbul ist eine Stadt in der Türkei.
Brigitte Janka ist die Leiterin vom Stadtbau-Amt.
Sie sagt:
Bei uns bekommt Nour einen Einblick in die Dienstelle,
wie ein Ferialpraktikant.

Seit Ende letztes Jahr können Flüchtlinge gemeinsame Tätigkeiten
in den Magistrat-Abteilungen und Einrichtungen der Stadt Wien machen.
Etwa in der
> Landschafts-Pflege
> bei der Betreuung von Park-Anlagen und Sport-Anlagen
> als Mitarbeiter im Straßen-Dienst
> bei Kinder-Betreuungs-Einrichtungen
> im Rahmen von Sport-Veranstaltungen und Kultur-Veranstaltungen
> Unterstützung bei der Verwaltung

Die Asyl-Verfahren dauern lange.
Solange sie laufen, sind Flüchtlinge nicht am Arbeitsmarkt zugelassen.
In einem Asylverfahren wird entschieden,
ob ein Flüchtling im Land bleiben darf oder nicht.
Der Fonds Soziales Wien bereitet Flüchtlinge auf das Arbeitsleben und
auf den Arbeitsmarkt vor.
Zusätzlich stärken sie ihre Selbstständigkeit.

Für ihre Tätigkeit werden Flüchtlinge versichert
und erhalten einen Anerkennungs-Beitrag.
Der Beitrag darf nicht höher sein als 110 Euro im Monat.
Und man muss dafür keine Steuern zahlen.
Dienst-Verträge gibt es keine.

Sie nehmen also niemandem den Arbeitsplatz weg.
Nur die Art und Weise, die Dauer, und die Höhe
vom Anerkennungs-Beitrag wird ausgemacht.
Dieser soll zwischen 3 Euro und 5 Euro in der Stunde liegen.
Die Arbeit endet, wenn die Flüchtlinge
einen positiven Asyl-Bescheid erhalten.
Das bedeutet, dass sie im Land bleiben dürfen.
Dann dürfen sie ja richtig arbeiten und bekommen Geld dafür.

Nour hilft 3 Mal in der Woche von 9 Uhr bis 12 Uhr im Stadtbau-Amt.
"Es macht sehr viel Spaß" erzählt der 19-jährige Nour.
Vorher gab es für ihn nichts zu tun.
Damit die Tätigkeiten auch zu den Berufen und Ausbildungen
von den Flüchtlingen passen, gibt es Mini-Tests.
Menschen mit wenig Bildung können sich etwa als Straßen-Kehrer betätigen.
Es geht darum, den Flüchtlingen Bildung zu geben
und sie beim Deutschlernen zu unterstützen.

Beim 19-jährigen Nour funktioniert das schon recht gut.
Er sagte: „ Ich lerne sehr viel Deutsch.“
Er besucht jeden Nachmittag einen Deutschkurs.
Und im Stadtbau-Amt soll er nur Deutsch sprechen.
So übt er.
Außerdem verbringt er sehr viel Zeit mit Deutsch lernen.
Denn eines ist für den Flüchtling Nour klar:
Er will später einmal große Häuser und Brücken bauen.

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