© Rieger Lisa

Einfache Sprache
03/12/2019

Eine Mitabreiterin erzählt über ihre Arbeit im Frauenhaus

Eine Frau, die seit vielen Jahren in einem Frauenhaus in Mistelbach arbeitet, erzählt über die guten und schlechten Seiten von ihrer Tätigkeit.

von Inklusive Lehrredaktion

Link zum Original-KURIER-Artikel

Seit dem Jahr 2005 arbeitet Claudia Fath-Kuba
in einem Frauenhaus in Mistelbach.
Mistelbach ist eine Stadt
im Norden von Niederösterreich.
Ein Frauenhaus ist eine Einrichtung,
in der Frauen Schutz vor Gewalt
in der Familie finden können.
Oft kommen betroffene Frauen
auch mit ihren Kindern ins Frauenhaus.

„Bis heute gibt es immer wieder neue
Herausforderungen und Ereignisse,
mit denen man schwer zurechtkommt
und die man lange mitnimmt“,
erzählt Fath-Kuba über ihre Arbeit im Frauenhaus.
Sie meint damit, dass die Geschichten der Frauen,
sie manchmal
selbst belasten.
Einige Frauen müssen zum Beispiel dafür kämpfen,
dass sie ihr Kind behalten dürfen.
Das gelingt nicht immer.
Manchmal entscheidet der Richter
ein gemeinsames Sorge-Recht.
Es kommt auch vor, dass der Vater
das Sorge-Recht alleine bekommt,
obwohl er möglicherweise gewalttätig ist.
Bei Eltern, die nicht verheiratet sind,
regelt das Sorge-Recht, ob die Mutter
oder der Vater das Kind beaufsichtigen
und erziehen darf, oder ob sie sich
diese Aufgabe teilen.
Für Fath-Kuba sind solche Situationen
sehr frustrierend.

Aber es gibt auch gute Seiten an
ihrem Beruf im Frauenhaus.
„Es ist ein langer Weg, aber wenn man
sieht, dass Frauen wieder durchschlafen
können, dass Kinder nicht mehr einnässen,
dann sind das sehr erfreuliche Erlebnisse“,
erzählt Fath-Kuba.
Auch erfreulich ist es, wenn es Frauen
schaffen, in ihre eigenen Wohnungen zu ziehen.
Für Fath-Kuba ist es außerdem immer schön,
wenn Freundschaften zwischen
den Frauen im Frauenhaus entstehen.