Einfache Sprache
07.11.2018

Die Kraft der Gedanken

Ärztin Katharina Schmid erklärt in ihrem Buch, wie die Gedanken die Gesundheit beeinflussen können.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Wir können mit unseren Gedanken unsere Gesundheit beeinflussen.
Das sagt eine österreichische Ärztin.

Katharina Schmid arbeitet seit 2009 als Ärztin in Bayern.
In ihrem Buch beschreibt sie mit Hilfe neuer Forschungsergebnisse,
wie die Gedanken gut für die Gesundheit sein können,
genauso wie Sport und gesunde Ernährung.
In einem Gespräch mit der Tageszeitung KURIER beantwortet sie
verschiedene Fragen zum Thema Gesundheit
und wie wir unsere Gedanken steuern können.

Gibt es wirklich Gedanken, die gut für die Gesundheit sind?
Katharina Schmid sagte, dass es wichtig ist, zwischen normalen Gedanken
und heilende Gedanken unterscheiden zu können.
Ein Gedanke wird erst dann heilend,
wenn man ganz bewusst an ein schönes Erlebnis denkt
und sich dabei vorstellt, wie gut man sich bei dem Erlebnis fühlt.
Diese schönen Erlebnisse, die man sich vorstellt,
nennt sie Zielbilder.

Wo ist der Unterschied zu positivem Denken?
Positives Denken ist wenn man etwas nur „schönredet“.
Man sagt dann: „Wird schon gut gehen“.
Heilende Gedanken sind anders.
Man stellt sich ganz klar ein schönes Erlebnis
und ein gutes Gefühl dazu vor.

Zum Beispiel stellt man sich vor, dass man eine schöne Reise macht.
Diese Vorstellung verbindet man in Gedanken mit einem guten Gefühl,
das man zum Beispiel im letzten Urlaub gefühlt hat.

Muss man diese Art zu denken trainieren?
Schmid meint, man muss diese Gedanken
immer wieder im Kopf durchgehen.
So kann man das Gehirn auf schöne Gedanken trainieren.
Das Gehirn kann dann nicht mehr unterscheiden,
ob man wirklich etwas Schönes erlebt oder nur daran denkt.

Schmid sagt auch, dass es untersucht worden ist,
dass diese Art zu denken die Heilung unterstützt.
Mit der Zeit fühlt man sich dadurch besser.

Kann man selbst entscheiden, woran man denkt?
Schmid antwortete, dass die meisten Menschen glauben,
dass es von den Erlebnissen abhängt, ob sie sich gut oder schlecht fühlen.
Aber man kann mit den Gedanken auch die Gefühle selbst steuern,
wenn man bewusst an gute Dinge denkt.

Wie machen Sie das bei Ihrer Arbeit als Ärztin?
Katharina Schmid erklärt, dass viele Menschen immer wieder
die gleichen schlechten Gedanken haben.
Mit ihren Patienten bespricht Katharina Schmid,
warum und wie man sich ein Zielbild, also ein schönes Erlebnis, vorstellen soll.
Katharina Schmids Erfahrung ist, dass ihre Patienten glücklicher werden,
wenn sie in schwierigen Situationen an ihre Zielbilder denken.

Haben Sie auch solche gedanklichen Ziele,
an die Sie immer wieder denken?

Katharina Schmid antwortet, dass sie das seit 30 Jahren macht.
Man muss nicht krank sein, um das zu tun.
Man kann sich auch ein berufliches oder privates Zielbild vorstellen,
als ob es schon echt wäre.
Auch aus ihrer persönlichen Erfahrung kann sie sagen,

dass es hilft, das Ziel wirklich zu erreichen.