Einfache Sprache
29.06.2018

Die größten Probleme der österreichischen Schulen

Experten für Bildung sprachen über die größten Probleme vom österreichischen Schulsystem. Sie haben sich auch überlegt, wie man die Probleme lösen könnte.

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Bildungs-Experten sprachen über die größten Probleme in
österreichischen Schulen und wie man diese lösen könnte.

Brennpunkt-Schulen

An manchen Schulen gibt es besonders viele Probleme:
Schüler aus Familien mit wenig Bildung, Kinder mit
psychischen Problemen oder wenig Deutschkenntnissen
treffen hier aufeinander.
Diese Schulen nennt man Brennpunkt-Schulen.
Brennpunkt-Schulen gibt es vor allem in Städten.
Diese Schulen haben viele Schüler und wenig Geld.
Die Bildungs-Expertin Christiane Spiel meint,
dass Brennpunkt-Schulen mehr Geld bekommen sollten.

Regeln und Folgen

Andrea Walach ist die Direktorin an einer Neuen
Mittelschule in Wien.
Sie sagt, dass es wichtig ist, dass Schüler Regeln einhalten.
Wie zum Beispiel, dass sie in die Schule gehen müssen.
Walach meint auch, dass es Folgen haben muss,
wenn ein Kind zum Beispiel 3 Tage ohne Entschuldigung fehlt.
In Österreich können Schulen nicht viel tun,
wenn Schüler ständig fehlen.

Sozialarbeiter

Sozialarbeiter unterstützen Menschen bei der Lösung
ihrer Probleme, zum Beispiel in der Schule oder in der Familie.
Direktorin Walach meint, dass Lehrer keine Zeit haben,
sich um die Probleme in der Familie zu kümmern.
Sie meint, dass es gut wäre,
wenn es Sozialarbeiter in Schulen geben würde.
Die Sozialarbeiter könnten die Eltern anrufen,
wenn das Kind nicht in die Schule gekommen ist.
Die Eltern-Vertreterin Elisabeth Rosenberger merkt an,
dass Sozialarbeiter an allen Schulen fehlen.
An jeder Schule sollte es einmal in der Woche einen festen Termin geben,
wo ein Sozialarbeiter für Notfälle erreichbar ist.

Kindergarten

Die Bildungs-Expertin Spiel fordert,
dass es wichtig, dass Kinder schon früh gefördert werden.

Im Kindergarten sollten die Kinder besser auf die Schule
vorbereitet werden.

Lern-Inhalte an Fähigkeiten anpassen

Schüler haben unterschiedliche Fähigkeiten.
Das macht es oft schwierig, zu unterrichten.

Expertin Spiel fordert, dass Lehrer den Unterricht
an die Fähigkeiten der Schüler anpassen dürfen.
Wenn es zum Beispiel Kinder gibt,
die nicht so gut lesen können,
sollte das Lesen speziell trainiert werden.
Dafür fehlt aber leider oft die Zeit.

Schulen sollen zusammenarbeiten

Die Schul-Experten meinen, dass die Schulen besser
zusammenarbeiten sollten.
Sie meinen damit, dass zum Beispiel Lehrer von der Mitteschule
mit den Lehrern von höheren Schulen über die Schüler sprechen.
So kann man Probleme von Schülern bessern klären.

Matura

Die Matura ist die Abschlussprüfung nach einer höheren Schulausbildung in Österreich.
Viele Schüler haben Probleme mit der neuen Matura.
Experten meinen, die Matura muss noch verbessert werden.

Fürs Leben lernen

Die Expertin Spiel meint, dass im Zeugnis nur die Leistung in Schulfächern
beurteilt wird.

Fähigkeiten wie Teamfähigkeit oder Kritikfähigkeit sollten aber
auch im Zeugnis stehen.

Unterricht mit Nachrichten und sozialen Medien

Experten meinen, es sollte heutzutage auch der Umgang mit
Nachrichten und sozialen Medien unterrichtet werden.
Eine Expertin merkt an, dass es zu wenig Geld und Materialen gibt,
um ab Herbst den Umgang mit den Medien zu unterrichten.

Lehrer

Experten fordern, dass Lehrer mehr Unterstützung bekommen sollten.
Außerdem sollte man überlegen, wie man junge Menschen für
den Beruf als Lehrer begeistern kann.