Deniz Yücel.

© APA/AFP/dpa/KARLHEINZ SCHINDLER

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03/01/2017

Deutscher Journalist in der Türkei verhaftet

Am 27. Februar wurde der deutsch-türkische Journalist, Deniz Yücel, in der Türkei in Untersuchungshaft gebracht. Deniz Yücel arbeitet für die Zeitung „Die Welt“.

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Der deutsche Journalist mit türkischen Wurzeln, Deniz Yücel,
wurde am 27. Februar in der Türkei verhaftet.
Der Richter hat ihm vorgeworfen,
dass er Werbung für eine terroristische Organisation macht.
Und, dass er die Bevölkerung in der Türkei gegen
den türkischen Präsidenten Erdogan aufhetzen will.
Der deutsche Außen-Minister Sigmar Gabriel
kritisierte die Verhaftung von Deniz Yücel stark.

Am 28. Februar, nach 13 Tagen in Untersuchungs-Haft,
hätte er spätestens freigelassen werden müssen.
Er ist der erste deutsche Journalist, der im Ausland arbeitet,
der verhaftet wurde, seit Erdogan
2002 die Regierung übernommen hat.
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel meinte,
dass die Untersuchungs-Haft gegen ihn „bitter und enttäuschend“ ist.

Am 27. Februar in Berlin sagte Merkel: „Diese Maßnahme
ist unverhältnismäßig hart, zumal Deniz Yücel
sich freiwillig der türkischen Justiz gestellt hat“.
Der deutsche Außen-Minister Sigmar Gabriel sagte: „Das ist
eine viel zu harte und deshalb auch unangemessene Entscheidung“.
Er findet, dass dadurch die Presse-
und Meinungsfreiheit nicht beachtet wird.

Der deutsche Politiker Özcan Mutlu sagte: „Wenn die Türkei zeigen will,
dass sie eine Demokratie ist, dann muss diese Farce endlich beendet
und die Presse- und Meinungsfreiheit geschützt werden“.
Farce bedeutet Spiel oder auch sinnloses Getue.

Sigmar Gabriel sagte auch, dass Deutschland
sich stark für eine Freilassung von Yücel einsetzen wird.
Dabei hat er auch über die „schwierigen Zeiten für die deutsch-türkischen Beziehungen“ gesprochen.
Der türkische Richter Mustafa Cakar hat schon mehrere kritische Journalisten verhaftet.
Er hat den deutsch-türkischen Doppel-Staatsbürger
Deniz Yücel allgemein zu seinen Artikeln befragt.
Und er hat dann einen Haft-Antrag gestellt.

Deniz Yücel hat sich selbst bei der Polizei gemeldet.
Am 14. Februar hat er sich bei der Polizei in Istanbul gemeldet,
weil nach ihm gesucht wurde, und dann wurde er festgenommen.
In der Türkei hat Presse- und Meinungsfreiheit keinen hohen Wert.
Yücel teilte sich mit 2 anderen
Gefangenen eine 7 Meter große Zelle.
Er teilte übers Internet mit: „Mir geht es ganz gut“.

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