Einfache Sprache
03.04.2017

Deutsche Schüler zeigen Mitgefühl

In einer Schule in Deutschland ist ein Schüler an Krebs erkrankt. Er verlor wegen der Behandlung seine Haare. Aus Mitgefühl haben sich seine Mitschüler und Freunde auch eine Glatze schneiden lassen.

Link zum Original-KURIER-Artikel

In einer Schule in Deutschland erkrankte ein Schüler namens Max an Krebs.
Von der Behandlung fielen ihm die Haare aus.
Mit einer Aktion zeigten ihm 13 Mitschüler ihr Mitgefühl.
Sie haben sich nämlich eine Glatze schneiden lassen.
Die Überraschung darüber war groß
und ist bei Max gut angekommen.

Das einzige Mädchen in der Klasse hat sich die Haare
nicht ganz abschneiden lassen, sondern um 20 Zentimeter.
Die Idee für die Aktion hatte der 15-jährige
Gillian Offial vor ungefähr 14 Tagen.
Er sagt, dass die Mitschüler in der Klasse besprochen
haben, sich Glatzen zu schneiden.

Er sagte: „Ich hatte eh schon
einen Friseurtermin ausgemacht."
Seine Eltern hat er vorgewarnt.
Sie haben aber am Anfang nicht geglaubt,
dass er es wirklich machen wird.
Aber sie fanden die Aktion gut.

Mit dem Handy machte Gillian ein Foto
von seiner Glatze und schickte es an Max.
Gillian sagte: „Der hat sich total gefreut“.
Dass sich die anderen Mitschüler der Aktion anschließen,
wusste Max zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Erst als er zum Termin für das offizielle Klassenfoto
in die Schule kam, sah er die Glatzen seiner Mitschüler.

Ein Mitschüler namens Enrico sagte,
dass Max total sprachlos gewesen ist.
Er erzählte: „Ich bin mit einem Kumpel zum Friseur gegangen.
Der dachte dann erst, wir hätten eine Wette verloren“.
Als sie dem Friseur den Grund für die Rasur erzählten,
haben sie die Glatze sogar gratis bekommen.

Inzwischen wachsen die Haare schon wieder nach.
Und bestätigen damit die Absicht der Schüler: Sie wollten zeigen:
Das sind ja nur Haare, die wachsen wieder.
Der Mitschüler Jonas sagte, dass Max sein bester Freund ist.
Und, dass dieser sehr traurig war, als ihm die Haare ausgefallen sind.
Jonas findet es ganz normal, eine Glatze zu tragen.
Er sagt: „Mein Vater hat ja auch eine Glatze“.

Die Eltern von einem anderen Mitschüler waren anfangs geschockt als er sich plötzlich eine Glatze rasiert hat.
„Aber dann fanden sie es gut“, sagte der Mitschüler.
Benjamin Reuther, der Stellvertreter vom Schul-Leiter findet die Aktion der Schüler gut, weil sie so ihr Mitgefühl zeigen.