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Einfache Sprache
07/10/2019

Bis zum nächsten Jahr gibt es keine Speise-Fische aus Europa mehr

Ab 9. Juli müssen Speise-Fische aus der ganzen Welt nach Europa eingeführt werden. Nur so kann der Verbrauch abgedeckt werden.

von Inklusive Lehrredaktion

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In vielen Ländern wird mehr Fisch gegessen,
als in den eigenen Gewässern
gefangen werden kann.
Diese Länder müssen Fisch aus anderen
Ländern ins eigene Land importieren.
Importieren bedeutet, Waren aus dem Ausland
ins eigene Land einzuführen.
Die Länder in Europa führen weltweit die meisten
Fische aus
dem Ausland ein.
Die Hälfte der Fische, die Europa einführt,
kommen aus Entwicklungs-Ländern.
Mit Entwicklungs-Land meint man ein armes Land.
Das Land muss sich noch weiter entwickeln,
damit es den Menschen dort besser geht.
Dazu gehört zum Beispiel auch, dass mehr Menschen
lesen und schreiben lernen.

Zucht-Lachs und Antibiotika
Jeder 2. Fisch der weltweit verkauft wird,
kommt aus einer Aquakultur.
Fische die aus einer Aquakultur kommen,
wurden in einem abgegrenzten
Becken im Meer gezüchtet.

Züchten bedeutet, dass man Tiere dazu bringt,
sich zu vermehren.

Damit die Fische in den Aquakulturen
nicht krank werden, bekommen
sie Medikamente. 
Deshalb impft man Zucht-Lachse mit Antibiotika.

Antibiotika sind Medikamente zur
Behandlung von Bakterien, die krank machen.
Früher, bevor man die Zucht-Lachse geimpft hat,
hat man die Antibiotika zu den Fischen
ins Wasser gegeben.
Das war fürs Meer sehr schädlich
und wird jetzt nur mehr selten gemacht.

Fischmehl zum fressen für Zucht-Forellen aus Österreich
Auch die heimische Fisch-Zucht belastet die Meere.
Das Fischmehl, dass die Zucht-Forellen aus Österreich fressen,
besteht nämlich aus Meeres-Fischen.
Fischmehl besteht aus getrockneten oder
zermahlenen Fischen oder Fisch-Teilen.
Fischmehl wird als Futter genutzt,
zum Beispiel für Fische, die in Aquakulturen
gezüchtet werden.
Aber auch in der Schweine-Zucht wird
Fischmehl als Futter verwendet.

In Österreich werden im Jahr durchschnittlich
13 Kilo Fisch pro Person gegessen.