© Kurier/Juerg Christandl

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06/23/2016

Aktive Integration

Karin Schreiner spricht über Gemeinschaft und sachliche Aussprachen.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Egal ob es um die Begrüßung geht,
oder um den Umgang mit Hunden,
oder einfach nur um die Kleidung.
In verschiedenen Kulturen gibt es verschiedene Regeln.
Dadurch kann es auch zu Missverständnissen kommen.
Die Tageszeitung Kurier sprach mit der Expertin Karin Schreiner
wie die Integration in Österreich funktionieren soll.
Integration heißt einbeziehen.
Zum Beispiel, das Einbeziehen von Menschen aus anderen Ländern
in unsere Gesellschaft.
Karin Schreiner arbeitet als Trainerin für die Beziehung
zwischen unterschiedlichen Kulturen.
Sie arbeitet für weltweite Firmen und hat schon in vielen
verschiedenen Länder gelebt.
Aber sie unterrichtet auch an Universitäten
und an Fachhochschulen in ganz Österreich.
Die Tageszeitung Kurier hat ihr ein paar Fragen gestellt:

Kurier: Es gab einen Bericht, in dem Hundebesitzer kritisiert haben,
dass Flüchtlinge die Straßenseite wechseln, wenn sie die Hunde sehen.

Was würden sie in diesem Fall raten?
Karina Schreiner sagt:
dass viele Flüchtlinge die Straßenseite wechseln,
wenn sie einen Hund sehen.
Der Hund hat in vielen Kulturen eine andere Rolle.
In Österreich ist er ein Familienhund
aber übernimmt auch Aufgaben zu Erziehung.
In anderen Ländern ist das nicht so.
Frau Schreiner hatte an der Universität einen Kollegen aus Ghana
in Afrika, der hatte Angst vor Hunden.
Denn in seiner Heimat gab es bissige Straßenhunde.
Es wurde ihm dann erklärt wie die Situation bei uns ist,
dann war das Problem bald gelöst.
Eine Möglichkeit wäre noch:
Man könnte in den Integrationskursen
über die Rolle der Hunde in Österreich informieren.

Kurier: Was sagen Sie zu dieser Frage, ob man sich zur Begrüßung
unbedingt die Hand geben muss oder nicht?

Frau Schreiner erklärt, dass man in arabischen Ländern
anders begrüßt wird als in Österreich.
Dort schüttelt man sich nicht die Hände.
Wenn doch dann tut man es dort nur unter Verwandten
oder guten Bekannten.
Dann dürfen sich aber nur Frauen untereinander die Hand geben
und Männer untereinander.
Hier ist es eine wichtige Form der Höflichkeit.

Kurier: Wie sollte man als Frau reagieren,
wenn das Handschütteln verweigert wird?

Frau Schreiner ist der Meinung, dass es unhöflich ist,
das Händeschütteln zu verweigern.
Hier ist Gleichberechtigung.
Das heißt Männer und Frauen haben die gleichen Rechte.
Zum Beispiel der Lehrerin gegenüber.
Frau Schreiner meint dazu, dass man akzeptieren muss
welche Umgangsformen es hier gibt und sich auch anpasst.
Wenn man höflich ist bekommt man Freundlichkeit,
so kann man dann besser miteinander reden.

Kurier: Wie kann man vermitteln,
dass es hier Gleichberechtigung gibt?

Frau Schreiner erzählt, dass im arabischen Raum
die Frauen eine hohe Stellung hat.
Mütter haben einen großen Einfluss auf ihre Söhne.
Frauen werden bei uns im öffentlichen Raum stark respektiert,
auch was die Kleidung betrifft.
Die Frauen hier kleiden sich wie sie wollen, das muss man akzeptieren.
Es sollte mehr Aufklärung und Informationen geben.

Kurier: Wie kann Integration im Alltag funktionieren?
Man kann zum Beispiel jemanden zum Essen einladen.
Oder Neuankömmlinge im Vereinsleben einbinden.
Wenn wir uns bei der Hand nehmen und zusammen etwas machen
werden wir uns integrieren.
Alaso einbringen.
Aber man kann auch verlangen, dass sich Menschen aktiv integrieren,
indem sie Deutsch lernen.

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