Einfache Sprache
16.05.2018

Ärger wegen Treffen von Özil und Gündogan mit türkischem Präsidenten

Am 15. Mai haben sich 2 deutsche Fußball-Spieler mit Präsident Erdogan getroffen. Das Treffen sorgte für viel Ärger.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Am 15. Mai trafen sich 2 Fußball-Spieler
der deutschen National-Mannschaft mit
Recep Tayyip Erdogan, dem Präsidenten der Türkei.
Das Treffen fand in London statt.
Erdogan ist zurzeit auf Staatsbesuch in London.
Dort wurde er von der Königin von Großbritannien
und der Premier-Ministerin Theresa May empfangen.

Die 2 Fußball-Spieler heißen
Mesut Özil und Ilkay Gündogan.
Sie ließen sich mit Erdogan fotografieren.
Gündogan hält auf einem von den Fotos
ein Trikot hoch, auf dem auf Türkisch steht:
„Mit großem Respekt für meinen Präsidenten“.
Mit dem Treffen und mit den Fotos
sorgten die beiden für Ärger.

Der türkische Präsident Erdogan
möchte die Präsidentschafts-Wahl in der Türkei
vorverlegen und macht im Internet mit den
Fotos Wahl-Werbung für sich selbst.
Am 24. Juni wird in der Türkei gewählt.

Erdogan wird innerhalb der EU stark kritisiert,
weil ihm vorgeworfen wird,
dass er Journalisten verfolgen und einsperren
lässt, die mit seiner Regierung nicht
einverstanden sind.
Kritisieren heißt, dass man sagt,
wenn man etwas nicht gut findet oder damit
nicht einverstanden ist.
Außerdem möchte Erdogan seine Macht in der Türkei
immer weiter vergrößern,
was von anderen Ländern auch kritisiert wird.

Özil und Gündogan zeigen mit den Fotos,
dass sie Erdogans Politik gut finden.
Der Deutsche Fußball-Bund,
auch DFB genannt, sagt, dass das
der deutschen National-Mannschaft schadet.