Einfache Sprache
30.03.2018

24-Stunden-Pflegerinnen sind sehr hilfreich für ältere Menschen

80 000 Pflegerinnen aus Osteuropa helfen dabei, in Österreich die fehlende Zahl an Pflegerinnen auszugleichen.

Link zum Original-KURIER-Artikel
 

Herr Erich Kastner ist ein 93-jähriger Mann,
der früher als Clown gearbeitet hat.
Er wohnt in St. Andrä-Wördern an der Donau in Niederösterreich.
Seit dem Tod seiner Frau im Jahr 2015
und einem schwerem Herzinfarkt
benötigt er eine 24-Stunden-Pflegerin.

Sie kommt aus der Slowakei,
und betreut Herrn Kastner immer zwei Wochen lang.
Dann wird sie von einer Kollegin abgelöst
und fährt selbst zu ihrer Familie in die Slowakei.
Sie macht ihm sein Frühstück, kocht für ihn
Mittagessen und am Nachmittag trinkt sie mit
ihm Kaffee und isst Kuchen mit ihm.
Danach hilft Herr Kastner seiner
Pflegerin beim Deutsch lernen.
In Österreich gibt es im Moment 40 000
slowakische 24-Stunden-Pflegerinnen.

Nicht allen älteren Menschen geht es
körperlich und geistig so gut, wie Erich Kastner.
Ältere Menschen, die an Demenz leiden,
sind für die Pflegerinnen schwerer zu betreuen.
Demenz ist eine Erkrankung im Kopf.
Im Gehirn gehen Nervenzellen kaputt,
die dafür da sind, sich Dinge zu merken,
die man gelernt hat.
Dadurch vergessen Menschen mit Demenz
immer mehr Dinge.

Es gibt einen Zusammenschluss in Österreich,
der den Pflegerinnen hilft.

Zum Beispiel dabei, dass sie gerecht bezahlt werden.
Diesen Zusammenschluss gibt es seit 2016.
Er heißt Institut für Personenbetreuung.
In Österreich arbeiten 80 000 Personen als 24-Stunden-Pflegerinnen.
Sie kommen vor allem aus Rumänien, Ungarn,
Bulgarien, aber nur wenige kommen aus Österreich.

„Harmony and Care“ ist eine Internetseite,
die Angehörigen von Menschen,
die eine 24-Stunden-Pflege brauchen,
dabei hilft, die passende Pflegerin für den Betroffenen zu finden.
Harmony and Care ist Englisch und heißt
auf Deutsch Harmonie und Pflege.
Diese Pflegekraft-Vertretung gibt es seit November 2013.
In Zusammenarbeit von 18 Partner Vermittlungs-Stellen
und Psychologen wurde ein Test entwickelt.
Ein Psychologe befasst sich mit dem Verhalten
und den Reaktionen von Menschen.
Zuerst befragt die Pflegekraft-Vertretung Pflegerinnen,
um ihre berufliche Eignung und ihre
persönlichen Eigenschaften herauszufinden.
Wenn sich dann Angehörige an die Pflegekraft-Vertretung wenden,
bekommen sie einen Fragebogen zugeschickt.
Mithilfe der Antworten erstellt die Pflegekraft-Vertretung
eine Rangliste der
passenden Pflegerinnen.