Klimafitte Städte: Wie die PORR die Stadt von morgen schon heute baut
Zusammenfassung
- Die PORR setzt bei klimafitten Städten auf zwei Ebenen an: Emissionsreduktion im eigenen Betrieb und Bauprojekte zur Klimaanpassung urbaner Räume.
- Mit dem Dekarbonisierungsplan 2030 sollen die Emissionen um 43 % im eigenen Betrieb und um 25 % entlang der Wertschöpfungskette sinken; 2025 lagen die Emissionen bei stabiler Produktionsleistung bereits 14,3 % unter dem Vorjahr.
- Projekte wie das Supergrätzl Favoriten in Wien sowie Maßnahmen auf Baustellen und Kooperationen mit Initiativen zeigen, wie Klimaanpassung und nachhaltiges Bauen praktisch umgesetzt werden.
Der Handlungsdruck ist groß: Der Bau- und Immobiliensektor verursacht rund 40 % der weltweiten Emissionen und verbraucht fast die Hälfte der gewonnenen Rohstoffe. Gleichzeitig ist die Bauwirtschaft unmittelbar daran beteiligt, wie Städte mit steigenden Temperaturen und anderen Klimafolgen umgehen können. Klimafitte Städte brauchen deshalb beides: konsequenten Klimaschutz, um Emissionen zu senken, und gezielte Klimaanpassung, um urbane Räume widerstandsfähiger zu machen – mit emissionsärmeren und ressourcenschonenden Materialien, durchdachter Planung und dem Einsatz erneuerbarer Energien.
Weniger Emissionen bei stabiler Produktionsleistung
Beim Klimaschutz setzt die PORR mit ihrem Dekarbonisierungsplan 2030 gezielt dort an, wo die sieben größten Hebel zur Emissionsreduktion liegen – von Energie und Baumaschinen bis zu Materialien und Kreislaufwirtschaft. Ziel ist es, die Emissionen bis 2030 gegenüber 2024 deutlich zu senken: Um 43 % im eigenen Betrieb und um 25 % entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Gleichzeitig werden Kreislaufwirtschaft und ressourcenschonende Bauweisen konsequent ausgebaut. Schon jetzt sind erste Erfolge sichtbar: 2025 verursachte die PORR gemessen an ihrer wirtschaftlichen Leistung 14,3 % weniger Treibhausgasemissionen als im Vorjahr.
Entsiegelte Flächen und das Schwammstadtprinzip machen Stadtquartiere wie hier in Favoriten fit für Hitze und Starkregen.
Städte an den Klimawandel anpassen
Doch Emissionen zu reduzieren, ist nur eine Seite der Aufgabe. Gleichzeitig müssen Städte an die bereits spürbaren Folgen des Klimawandels angepasst werden. Wie das konkret aussehen kann, zeigt das Supergrätzl Favoriten in Wien, an dessen Umsetzung die PORR beteiligt war: Begrünung, Entsiegelung und das Schwammstadtprinzip tragen dazu bei, Hitzeinseln entgegenzuwirken, Regenwasser vor Ort zu speichern und die Lebensqualität im öffentlichen Raum zu erhöhen.
Die Folgen steigender Temperaturen betreffen auch die Arbeit auf Baustellen. Mit einem strukturierten Maßnahmenpaket setzt die PORR deshalb auf konkrete Schutzmaßnahmen: So sind etwa Krankabinen und Baucontainer klimatisiert, Jobrotation wird eingesetzt und kühlende Schutzausrüstung laufend weiterentwickelt.
Nur im Schulterschluss
Ob Emissionsreduktion oder Anpassung an die Folgen des Klimawandels: Die Transformation von Städten ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Pioniergeist und ein starker Schulterschluss sind entscheidend. Deshalb engagiert sich die PORR in Initiativen wie der Wiener Klimaallianz, die Unternehmen und die Stadt Wien zusammenbringt, sowie „Zero Emission Transport“, das emissionsarme Logistiklösungen vorantreibt. Auch Plattformen wie das KURIER Speak Out Festival zeigen: Zukunft entsteht dort, wo Wissen geteilt und gemeinsam gehandelt wird.
PORR CEO Karl-Heinz Strauss sagt dazu: „Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob sich unsere Städte verändern müssen. Sondern wie wir sie heute bauen. Jede Entscheidung – von der Planung bis zur Materialwahl – trägt dazu bei, wie lebenswert unsere Städte für kommende Generationen sein werden.“