Private Equity

Größere Investoren mit langfristigem Anlagehorizont haben einen Private-Equity-Anteil von 20–25 Prozent

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MEIN GELD
06/29/2022

Mit Gewinn am Erfolg beteiligt

Ein Investment in nicht-börsennotierte Unternehmen lässt hohe Renditen erwarten und macht gleichzeitig unabhängiger von kurzfristigen Börsenstimmungen.

Für Anleger mit dem richtigen Risikoprofil bietet Private Equity eine sehr attraktive Möglichkeit, das Portfolio zusätzlich zu diversifizieren. Doch Private Equity ist im Vergleich zu traditionellen Anlageformen komplex und deshalb beratungsintensiv. „Wir legen sehr großen Wert darauf, unsere Kunden über die Charakteristiken dieser Anlageform sowie über deren Chancen und Risiken vertieft aufzuklären“, erklärt Meinhard Platzer, CEO LGT Bank Österreich. Im Gegensatz zu traditionellen Anlagen sind Private-Equity-Lösungen nicht börsennotiert und mehrheitlich illiquide. „Sie verlangen höhere Mindestanlagebeträge und setzen oftmals eine erhöhte Risikofähigkeit und einen längeren Anlagehorizont voraus. Aber gerade, weil sie illiquide und schwer zugänglich sind, bieten sie langfristig Chancen auf höhere Renditen als traditionelle Anlagen“, so Platzer.

Hohe Renditen sind möglich

Die Besonderheit ist also, dass man sich am Eigenkapital beteiligt und direkt am Unternehmenserfolg – vom KMU bis zum Großkonzern – partizipiert. „Man hat jedoch in der Regel keine Möglichkeit vorzeitig auszusteigen und die Kapitalabrufe und -ausschüttungen sind schwierig vorauszusagen. Dies geht aber einher mit höheren Renditechancen im Vergleich zu börsennotierten Aktien“, erklärt der LGT-CEO.

Privatanleger glauben häufig, derartige Strategien seien nur etwas für institutionelle Investoren. Doch das stimmt so nicht, da auch über Fonds investiert werden kann – und das Interesse steigt. „Derzeit wird Private Equity oft nachgefragt. Diese Anlageklasse bietet doch einiges Potenzial. In den letzten 15 Jahren konnte man hier im Schnitt eine Rendite von rund zehn Prozent pro Jahr erzielen. Das ist zwar kein Versprechen für die Zukunft, aber die Vergangenheit zeigt, dass es sich lohnt sich direkt an Unternehmen zu beteiligen“, so Wilhelm Celeda, CEO Kathrein Privatbank.

Die Kathrein Privatbank bietet Anlegern an, bereits ab 50.000 Euro mit Private-Equity-Erfahrungen machen können. „Das Geld wir in einem Fonds veranlagt, der eine Laufzeit von mindestens zehn Jahren hat. Das Gute daran ist aber, dass es einen Sekundärmarkt für die Fondsanteile gibt und diese einmal jährlich im Rahmen eines Auktionsverfahrens verkauft werden können“, erklärt Celeda. „Pro Jahr legen wir hier in Kooperation mit unseren Partnern zehn bis zwölf Fonds mit unterschiedlichen Schwerpunkten auf.“

Für einen Veranlagungserfolg ist es essenziell, Zugang zu den besten Private-Equity-Managern zu haben, wie Platzer betont. „Wir bieten aktuell drei Programme für unsere Privatkunden an. Diese umfassen einen Fonds mit Fokus auf Wachstumsunternehmen, einen Fonds ausgerichtet auf Buyout-Transaktionen im Sekundärmarkt sowie eine spannende Lösung mit Beteiligungen an europäischen Unternehmen, die zur messbaren Reduktion von Treibhausgasemissionen beitragen. Wichtig bei der Programmauswahl ist auch bei Private Equity ein Höchstmaß an Diversifikation sowie eine genaue Analyse der bestehenden Portfoliostruktur im Sinne der Risikotragfähigkeit.”

Herta Scheidinger

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