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Chronik Wien WohnKURIER
04/07/2019

Auswahl: Was der Wiener Wohnungsmarkt zu bieten hat

Bei der Suche nach einer Bleibe beginnt die Verwirrung oft bereits bei den Begrifflichkeiten. Der KURIER erklärt.

Von Gemeindebau über Genossenschaftswohnung bis geförderter Wohnbau: Wer sich auf Wohnungssuche begibt, der ist mit einer Vielzahl von Wohnungstypen konfrontiert. Eine Begriffsklärung:

Gemeindebau

500.000 Wiener – jeder vierte – wohnen nach Angaben der Stadt Wien in einem Gemeindebau. Diese Wohnungen im Eigentum der Stadt sind aufgrund ihrer Vorzüge beliebt:

Man zahlt niedrige Mieten – laut Statistik Austria durchschnittlich 495 Euro für 75 Quadratmeter (inklusvie Betriebskosten) – kann unbefristet darin wohnen und muss beim Einzug kein Geld für Kaution oder Provision ausgeben.

Auch muss der Interessent keine Eigenmittel bereitstellen – das heißt, er muss keine größere Summe Geld vorab aufbringen.

Solche Wohnungen sollen vor allem jene Menschen unterstützen, die unter gewissen Einkommensgrenzen verdienen.

Zusätzlich muss ein dringender Wohnbedarf bestehen: Das ist etwa der Fall, wenn zu viele Personen in einer zu kleinen Wohnung leben. Ist der Bewerber bereits seit zwei Jahren an der aktuellen Wohnadresse hauptgemeldet, wird er durch den sogenannten „Wien Bonus“ in der Warteliste vorgereiht.

Verwalter der Gemeindebauten ist Wiener Wohnen. Dieser renoviert und bewirtschaftet 220.000 Gemeindebauwohnungen und ist damit der größte kommunale Hausverwalter in Europa.

Geförderte Wohnungen

Geförderte und Genossenschaftswohnungen werden in der Regel von gemeinnützigen Trägern errichtet (siehe B wie Bauträger). Die Stadt zahlt ein Drittel der Baukosten und ist für die Vergabe eines Drittels der Wohnungen zuständig.

Rechtlich sind Genossenschaftswohnungen nur jene, bei denen echte Genossenschaften die Bauträger sind. Im Volksmund werden jedoch generell gemeinnützige Bauträger so bezeichnet.

200.000 Wohnungen sind in Wien gefördert. Um eine solche Wohnung zu bekommen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Die Einkommensgrenzen sind identisch mit jenen für Gemeindebauwohnungen (siehe C wie Checkliste).

Im Schnitt zahlt man für gefördertes Wohnen 533 Euro für 75 Quadratmeter. Zusätzlich müssen zu Beginn Eigenmittel bereitgestellt werden, diese variieren je nach Bauobjekt (siehe R wie Ressourcen).

Frei finanziert

Frei finanzierte Wohnungen sind das Gegenteil von öffentlich geförderten. Sie sind nur am privaten Wohnungsmarkt zu finden. Mieter zahlen dafür im Schnitt 668 Euro für 75 Quadratmeter im Monat. Gesetzlich gibt es bei frei finanziertem Wohnen keine Zugangsbeschränkungen.

von Petra Hochstrasser

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