"Wir haben nicht nur Lipizzaner "

Wiens Finanzstadträtin Renate Brauner (SP) und Wien-Tourismus-Chef Norbert Kettner mit neuen Klimt-Sujets

Wiens Finanzstadträtin Renate Brauner (SP) über die Bedeutung des Tourismus in Zeiten der internationalen Finanzkrise

KURIER: Frau Finanzstadträtin, wie zufrieden sind Sie mit den heurigen Tourismuszahlen?
Renate Brauner: Sehr. Wir haben bis Mai im Vergleich zum Vorjahr schon ein Plus von über vier Prozent bei den Nächtigungen und von zwölf Prozent beim Beherbergungsumsatz. Für die Wiener Hotellerie bedeutet das bislang einen Umsatz von 182,3 Mio. Euro.

Jeder weiß: Wer nach Wien kommt, den erwartet Hochkultur. Das mag effizient sein, junges Publikum ist damit aber schwer zu ködern.
Deshalb wirbt die Stadt massiv mit jungen Künstlern im Ausland. Die Leute sollen wissen, dass wir nicht nur Lipizzaner haben, sondern dass wir etwa auch über eine hervorragende Visualisten-Szene verfügen. Unsere Herausforderung lautet: Viele wollen irgendwann einmal nach Wien kommen, aber eben nicht sofort. Daher unser Motto seit einigen Jahren: "Wien. Jetzt oder nie."

In Wien steigt die Arbeitslosenzahl. Welchen Benefit bringt der Tourismus da?
Die Krise hat sich in Wien später bemerkbar gemacht. Sie wird nun auch später abklingen. Im Tourismus geht es allerdings schon seit letztem Jahr nach oben. Allein durch die Kongresse wurde voriges Jahr für 15.000 Menschen der Job gesichert.

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(kurier / Marin Gantner) Erstellt am
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