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Chronik Wien
01/27/2020

Wienerin bot vermeintlichen Luxusring zum Verkauf - bei Übergabe entrissen

10.000-Euro-Deal scheiterte: Opfer schildert den dreisten Diebstahl ihres Verlobungsrings. Detail am Rande: Der Ring war eigentlich nur 1.800 Euro wert.

von Konstantin Auer

Eine kurze Ablenkung reichte und der teure Verlobungsring war weg.

"Ich bin immer noch betroffen", sagt die 25-jährige Floridsdorferin nachdem sie dem KURIER den Diebstahl schilderte: Am Donnerstagabend traf sie einen Mann, der sie nach einer Verkaufsanzeige in einer bekannten Internetplattform kontaktiert hatte, in ihrem Wohnhaus im Satzingerweg.

R. bot ihren Verlobungsring, den ihr Mann 2017 in Venedig für sie gekauft hatte, online um 12.500 Euro auf Verhandlungsbasis an. "Eigentlich wollte ich nicht verkaufen, aber wenn der Preis stimmt, hätte ich mir das überlegt", sagt die Mutter eines 18 Monate alten Kindes. Der Ring ist eigentlich nur 1.800 Euro wert.

Erst hat sie den Unbekannten im Stiegenhaus getroffen, man habe sich auf einen Preis von 10.000 Euro geeinigt, danach sei der Mann gegangen, um das Geld zu holen. Kurz darauf kehrte er aber zurück und behauptete, noch Fotos vom Ring machen zu wollen.

Weil R. ihr Kind im Arm hielt, war sie kurz abgelenkt. Der unbekannte Mann entriss ihr den Ring samt italienischem Zertifikat und flüchtete. "Ich habe noch nie jemanden so schnell laufen gesehen", sagt R.

Täterbeschreibung

Der aquamarine Stein hat einen ovalen Schliff und 3,2 Karat. Im Kranz um den Stein sind Diamanten mit 0,30 Karat, links und rechts vom Kranz befinden sich weitere sieben Diamanten.

R. machte eine Anzeige bei der Polizei und beschreibt den Täter als etwa 25 bis 35-jährigen Mann mit schwarzen Haaren, die er auf die Seite gekämmt haben soll. Seine Augen wären grün-blau, er habe einen Dreitagebart und einen auffälligen karierten Mantel getragen.

Für Hinweise auf den mutmaßlichen Täter verspricht sie eine Belohnung von 200 Euro - diese können bei der Polizei in der Donaufelderstraße unter der Nummer 01 3131064331 abgegeben werden.

"Man glaubt gar nicht, dass so etwas in Österreich möglich ist", sagt R. Sie geht zwar nicht davon aus, dass der Ring noch gefunden wird. "Aber 200 Euro sind es mir wert, dass wenigstens der Dieb gefasst wird", sagt sie.

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