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Chronik Wien
09/02/2019

Wiener verunglückt: Türkischstämmiger Ex-Politiker tot

Auto mit österreichischem Kennzeichen prallte in Serbien gegen einen Lkw. Unter den Opfern ist Ex-UETD-Vize Sami Akpinar.

von Bernhard Ichner

Drei Menschen sind Montagfrüh bei einem Verkehrsunfall auf einer Autobahn bei der nordserbischen Stadt Subotica verunglückt. Ein acht Jahre altes Kind wurde offenbar als einziger Überlebender aus dem gegen einen Lkw geprallten Auto geborgen und ins Spital gebracht. Unter den Todesopfern ist auch Ex-UETD-Vizechef Sami Akpinar, der früher ethnischer Beauftragter der Wirtschaftskammer war, intensive Kontakte zur ÖVP pflegte und zu den Mitbegründern der als "Türkenpartei" bekannt gewordenen Liste "Gemeinsam für Wien" (GfW) gehörte.

Lenker schlief ein

Beim zweiten Toten dürfte es sich um Akpinars Bruder handeln. Dessen achtjähriger Sohn überlebte den Crash. Das dritte Opfer könnte ein Geschäftspartner aus Wien sein.

Laut Augenzeugen ereignete sich der Unfall gegen 6.15 Uhr, als der Audi aus noch ungeklärten Gründen gegen einen vor ihm fahrenden Lastkraftwagen prallte. Laut serbischen Medien dürfte der Pkw-Lenker eingeschlafen sein.

In Wien kam Akpinar vor allem 2011 und 2015 in die Schlagzeilen. Das eine Mal klagte ihn eine kurdische Wifi-Trainerin wegen Verleumdung. Er hatte der Frau ein Naheverhältnis zur PKK unterstellt, um ihr beruflich zu schaden. Das andere Mal geriet der türkischstämmige Unternehmer als Mitbegründer der Liste "Gemeinsam für Wien", die bei der vorigen Gemeinderatswahl antrat, in den Fokus der Öffentlichkeit.  Akpinar galt als bester Freund von GfW-Initiator Turgay Taskiran.