Auch der Wiener Prater hat wieder geöffnet.

© APA/ROBERT JAEGER

Chronik Wien
06/10/2020

Wiener Prater startet Saison: Viele Attraktionen, wenig Gäste

Achterbahnen, virtuelle Zeitreise und Miniatureisenbahnen: Der Prater trotzt der Corona-Krise mit neuen Fahrgeschäften und will so Besucher locken.

von Laura Schrettl

Dass im Prater „immer was los“ ist, sagt man nicht nur so. Das hat so zu sein. Und damit das auch heuer so bleibt, bietet der Prater sechs neue Attraktionen. Am Mittwoch wurden sie präsentiert.

Die wohl spektakulärste: die neue Hochbahn Rollerball. Die Gäste fahren in Gondeln – mit Blick in den Himmel – senkrecht nach oben. Hinunter geht es dann in Schlangenlinien – und zwischendurch auch im freien Fall. Ebenfalls für Mutige: der Eurocoaster. Die Achterbahn gastierte bereits in vielen Städten und verbringt diese Saison in Wien. Die Fahrgäste sitzen in Gondeln, die unterhalb der Schienen hängen.

Wer sich lieber auf eine Zeitreise begeben möchte, kann dies mittels Virtual-Reality-Brille im Dr. Archibald tun. In der Abenteuerbahn bewältigen die Besucher eine Suchaktion und bezwingen einen Hindernisparcours. Speziell für Kinder eignet sich der Star Tower. Das ist eine Mini-Ausgabe des bestehenden großen Ketten-Karussells im Prater, das sich um die eigene Achse auf eine Höhe von 117 Metern hinaufschraubt. All diese Attraktionen haben ab sofort geöffnet.

Wien im Miniaturformat

Noch etwas warten müssen die Prater-Besucher auf zwei andere Attraktionen. Erstens, die G’sengte Sau. Das ist eine Achterbahn, mit der einst in der Fernseh-Show Wetten dass..? ein Weltrekordversuch gewagt wurde: Ein Teilnehmer fuhr mit Rollschuhen über die Bahn. Die G’sengte Sau eröffnet in einigen Wochen. Zweitens, das Königreich der Eisenbahnen – eine große Modelleisenbahn-Ausstellung. Selbst fahren kann man zwar nicht. Aber: Die Attraktion zeigt auf 270 Quadratmetern Wien in Miniaturform – samt all seiner Bahnstrecken und Wahrzeichen. Die restlichen acht Bundesländer sollen schrittweise dazukommen. Eröffnung ist für Ende Juli angesetzt.

Jede zweite Reihe frei

Trotz der vielen Neuerungen ist man sich im Prater bewusst, dass die heurige Saison keine leichte wird. „Dass das keine Spitzensaison mehr wird, ist klar“, sagt Alexander Ruthner von der Prater Wien GmbH. Der Grund dafür ist die Corona-Krise.

Der Prater konnte deswegen heuer erst verspätet am 29. Mai aufsperren. Das hatte „massive finanzielle Einbußen“ zur Folge, sagt Stefan Sittler-Koidl, Präsident des Praterverbands. Noch ist der Besucher-Andrang verhalten. „Die Leute, die kommen, sind aber definitiv motiviert und wollen wieder Spaß haben“, sagt Ruthner. Und das sei im Prater eben gut möglich: „Wir bieten einen Mix aus Musik, Adrenalin-Kick und Gastronomie."

Um die Abstandsregeln einzuhalten, bleibt aktuell in den meisten Fahrgeschäften jede zweite Sitzreihe frei. Alle Attraktionen werden regelmäßig desinfiziert. In den Wartebereichen markieren Streifen am Boden die nötige Distanz.

Übrigens: Das Schweizerhaus im Prater feiert heuer sein 100-jähriges Bestehen. Aufgrund der Corona-Einschränkungen ist die Feierlaune dort aber noch etwas gedämpft. Die Familie Kolarik hofft nun, dass mit der Öffnung der Fahrgeschäfte bei ihr wieder mehr Gäste einkehren. „Aber“, betont Karl Kolarik. „Das wichtigste bleibt jedoch, dass unsere Kunden gesund bleiben.“

  • „Praterdienstage“ (Ermäßigungen für alle Pratercard Besitzer) jeden Dienstag im Juli und August 
  • Kinderflohmarkt im September
  • Trachtenpracht 17.-20. September 
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