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Chronik Wien
01/19/2019

Wiener Eistraum: Erster Abfahrtslauf vor dem Rathaus

Erstmals präsentiert sich der Eislaufplatz vor dem Rathaus zweistöckig. Tausende sausten Freitagabend die Rampe hinab.

von Julia Schrenk, Gilbert Novy

„Heast“, sagt ein Mann, der sich den Weg durch die Massen vor den Ticketschaltern bahnt. „Die stehen ja nur und schauen!?“ Tatsächlich genossen viele, die Freitagabend zur Eröffnung des 24. Wiener Eistraums auf den Rathausplatz gekommen waren, zuerst einmal die Aussicht. Denn erstmals in seiner Geschichte präsentiert sich der Eislaufplatz heuer mit einer zweiten Etage. Von der Haupt-Eisfläche direkt vor dem Rathaus führt eine 120 Meter lange Rampe – genannt Sky Rink (nicht zu verwechseln mit dem Terminal Sky Link des Flughafens Wien-Schwechat, Anm.) – auf die 850 große Eis-Terrasse im zweiten Stock. Von dort genießt man tatsächlich beste Aussichten – zum imposant beleuchteten Rathaus und zum Burgtheater.

 

Aber wie ist das überhaupt, bei einem Gefälle von 2,5 Prozent bergab zu fahren (und vorher bergauf) – mit Eislaufschuhen? „Am Anfang ist es schon ungewohnt“, sagt Sabine aus Wien, die mit Stefan zum Eislaufen gekommen war. „Beim Rauffahren ist man nervös und beim Runterfahren auch.“ 

Der KURIER war mittel-nervös und hat sich die viel befahrene Strecke trotzdem hinunter gewagt. Kleine Vorausmeldung: Es ist so viel los, dass man ohnehin nicht viel Fahrt aufnimmt. 

Bis 22 Uhr durfte man Freitagabend kostenlos eislaufen. Dafür strömten „Tausende“ (genauere Zahlen muss das Stadt Wien Marketing erst erheben) auf den Rathausplatz. Viele standen lange Schlange für eine der Zählkarten. Wer seine Habseligkeiten in einem Kästchen verstauen wollte, brauchte Glück. „Wir sind jetzt eine Stunde angestanden“, erzählen Marina (21) und Claudine (22), die erst um 20.15 Uhr das erste Mal aufs Eis gelangten. Aber: Was tut man nicht alles, um bei den ersten zu sein, die den Sky Rink in Wien befahren.

Linksverkehr

Dort gilt übrigens – anders als sonst hierzulande üblich – Linksverkehr. Vor dem Rathaus fährt man auf die Rampe auf, nach den ersten paar Metern kommt eine Weggabelung. Verfahren kann man sich praktisch nicht, netterweise werden leuchtend-blaue Bodenmarkierungen aufs Eis projiziert. Oben angekommen, hält man sich an die bekannte Rathausplatz-Eislaufregel: Im Kreis gefahren wird im Uhrzeigersinn. (außer der DJ verkündet ganz offiziell einen Richtungswechsel).

Bei den Besuchern kommt die Neuerung beim Eistraum jedenfalls gut an. Felix (10) ist mit seiner Mama Ulrike gekommen und weiß, dass man sich vor der Abfahrt nicht fürchten muss.

Manuel (14), Kathi (16) und Valentin (17) finden super, dass es jetzt mehr zum Ausprobieren gibt. „Es ist cool, dass es etwas Neues gibt. Und mehr Platz“, sagen sie. Insgesamt umfasst der Wiener Eistraum heuer 9000 Quadratmeter – so groß war er noch nie. In den vergangenen Jahren ist er kontinuierlich gewachsen – und damit stiegen auch die Besucherzahlen – und die Ticketpreise. 8 Euro muss man für den Eintritt mittlerweile berappen.

 

Wer sich das Warten vor den Ticketschaltern ersparen will, kann in dieser Saison erstmals die Tickets auch vorab online buchen (www.wienereistraum.at) – und erspart sich gleichzeitig auch 10 Prozent vom regulären Ticketpreis.

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