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Über 100 Fundkatzen warten auf ihre Familien

Im Tierheim der Stadt Wien warten zahlreiche Fundkatzen darauf, zurück nach Hause geholt zu werden.
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Wer in der Landeshauptstadt seine Katze vermisst, sollte einen Blick in den Online-Fundservice für Haustiere der Stadt Wien werfen. Dort veröffentlicht die Abteilung Veterinäramt und Tierschutz alle aufgelesenen Vierbeiner.

Derzeit ist die Liste jener Samtpfoten, die auf ihre Halterinnen und Halter warten, auffällig lang: Seit dem 1. Juni wurden 219 Fundkatzen gemeldet. Nur 85 von ihnen konnten bisher nach Hause zurückkehren. Damit warten mehr als 100 Tiere weiterhin auf ihre Besitzerinnen und Besitzer, wie das Veterinäramt in einer Aussendung berichtet.

Entlaufen oder gestürzt

Und das, obwohl die meisten ein Zuhause haben dürften, wie Ruth Jily, Leiterin des Veterinäramtes, erklärt: „Unsere Erfahrung zeigt, dass sehr viele Katzen, die in Wien gefunden werden, gesund, gepflegt und gut genährt sind. Es spricht also vieles dafür, dass diese Katzen ein Zuhause hatten, bevor sie als Fundtiere im Tierquartier gelandet sind.“

Besonders in den Sommermonaten würden zudem Katzen mit Verletzungen aufgelesen, die von einem Sturz aus einem Fenster oder Balkon stammen könnten. „Bestimmte Verletzungsmuster deuten darauf hin, dass die Katzen nach einem Sturz nicht mehr nach Hause gefunden haben. Umso erstaunlicher ist es, dass nur ein vergleichsweise kleiner Teil der Katzen wieder abgeholt wird“, so Jily.

Appell an Halterinnen und Halter

Besteht der Verdacht, dass ein Tier entlaufen sein könnte, ruft das Veterinäramt alle Halterinnen und Halter dringend zum Handeln auf. Neben dem Online-Fundservice stehen auch die Fundtierhotline (01 40000 8060) sowie das Tierquartier selbst als Anlaufstellen zur Verfügung. Wenn sich innerhalb von 30 Tagen niemand meldet, werden die Tiere an ein neues Zuhause vermittelt.

Das Veterinäramt empfiehlt, alle Katzen chippen und registrieren zu lassen sowie die hinterlegten Daten regelmäßig zu überprüfen. So können entlaufene Tiere leichter ihren Halterinnen und Haltern zugeordnet werden. Das gelte auch für Wohnungskatzen.

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