Schwer verletzt am Straßenrand in NÖ: Niemand sucht diesen Kater
"Cloud" erlitt schwere Verletzungen.
Der kleine Kater „Cloud“ hat nur knapp überlebt. Das Tier dürfte von einem Auto erfasst worden sein und wäre fast verendet. Mit massiven Verletzungen, darunter ein gebrochener Kiefer, innere Blutungen und akute Atemprobleme, kämpfte der Kater in den ersten Stunden nach dem Unfall um sein Leben.
„Zunächst ging es ausschließlich darum, ihn zu stabilisieren und überhaupt am Leben zu halten“, schildert Victoria Bischof, Leiterin des Tierheims St. Pölten. Erst nach intensiver Notfallversorgung konnte die komplizierte Operation am Kiefer durchgeführt werden.
Inzwischen befindet sich „Cloud“ auf dem Weg der Besserung. Dennoch braucht der Kater weiterhin Medikamente, regelmäßige Kontrolluntersuchungen sowie spezielle Pflege und Nahrung.
Immer mehr schwer verletzte Katzen
Clouds Schicksal ist laut Tierheim kein Einzelfall. Bereits mehrere schwer verletzte Katzen mussten heuer nach Verkehrsunfällen aufgenommen und medizinisch versorgt werden. Besonders problematisch: Keines der Tiere war gechippt oder registriert.
„Das ist für uns enorm belastend“, erklärt Obmann Thomas Kainz. „Oft wissen wir nicht, ob irgendwo verzweifelte Besitzer nach ihrem Tier suchen. Gleichzeitig bleiben wir auf den hohen Behandlungskosten sitzen.“
Das Tierheim appelliert deshalb dringend an Katzenhalter, ihre Tiere chippen und registrieren zu lassen. Im Ernstfall kann dadurch rasch festgestellt werden, wem ein verletztes Tier gehört. Neben Unfalltieren belasten auch die steigende Zahl an Streunerkatzen und Fundtieren die Tierheime zunehmend finanziell.
Weitere Informationen unter: https://tsvstp.at/
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