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Frau in Wien-Mariahilf getötet: Verdächtiger (24) in Nizza gefasst

Im Juni wurde eine Frau (70) in Wien mit zahlreichen Stich- und Schnittverletzungen tot aufgefunden. Ein tatverdächtiger 24-jähriger Russe wurde nun in Frankreich verhaftet.
Mord in Mariahilf

Nach dem Fund der Leiche einer 70-jährigen Frau Ende Juni in einer Wohnung auf der Linken Wienzeile in Wien-Mariahilf ist ein 24-Jähriger im Raum Nizza in Frankreich als Tatverdächtiger festgenommen worden, teilte die Polizei am Donnerstag per Aussendung mit.

Der Körper der Frau wies zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen auf. Ermittelt wurde vor allem im privaten Umfeld des Opfers, dabei erhärtete sich der Tatverdacht gegen den Russen, er war der Mitbewohner der Frau. Er wurde am Mittwoch gefasst.

Französische Behörden nahmen 24-Jährigen fest

Der Mitbewohner war schnell ins Zentrum der Ermittlungen von Bundeskriminalamt und Landeskriminalamt Wien geraten, sagte eine Polizeisprecherin der APA. Weil er Österreich wenige Tage nach der Tat in Richtung Frankreich verlassen hatte, wurde über die Staatsanwaltschaft Wien ein europäischer Haftbefehl erlassen. Der 24-Jährige wurde in Zusammenarbeit mit dem Fugitive Active Search Team Frankreich durch die französischen Behörden festgenommen.

Freunde der Frau hatten im Juni seit Tagen nichts mehr von ihr gehört, machten sich Sorgen und schauten in der Wohnung beim Wiener Naschmarkt nach, berichtete die Polizei damals. Als sie die 70-Jährige leblos vorfanden, alarmierten sie die Einsatzkräfte. Ein Notarzt konnte allerdings nur noch den Tod feststellen. Laut Polizei dürfte die Frau bereits seit ein paar Tagen tot gewesen sein. Es handelt sich bei der 70-Jährigen um eine deutsche Transgender-Aktivistin.

Internationaler Austausch brachte Ermittlungserfolg

Das Landeskriminalamt Wien, Ermittlungsbereich Leib/Leben, Gruppe Baumgartner, ermittelt weiter in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Wien. Der rasche Ermittlungserfolg sei das Ergebnis guter Zusammenarbeit, hieß es von Dieter Csefan, Landespolizeivizepräsident in Wien: „Er zeigt, wie wichtig ein enger und abgestimmter nationaler sowie internationaler Austausch im Kampf gegen Kriminalität ist.“

Hohe Professionalität und Vertrauen

Auch die gute internationale Abstimmung wurde betont. Direktor des Bundeskriminalamtes, General Andreas Holzer meint: „Die Zielfahnderinnen und Zielfahnder des Bundeskriminalamtes arbeiten täglich daran, flüchtige Tatverdächtige auch über Staatsgrenzen hinweg auszuforschen. Der aktuelle Fall unterstreicht die hohe Professionalität und das Vertrauen, das innerhalb des europäischen Zielfahndungsnetzwerks seit Jahren gewachsen ist.“

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