Chronik | Wien 09.02.2017

Wien: Mehrere Festnahmen nach Raubüberfällen

© Bild: APA/HERBERT NEUBAUER

Polizei konnte neun Verdächtige im Alter zwischen 15 und 20 Jahren festnehmen.

Nach zwei Raubüberfällen im Jänner in Wien hat die Polizei nun mehrere Verdächtige festgenommen. Die neun Beschuldigten im Alter von 15 bis 20 Jahren wurden ausgeforscht und den Taten zugeordnet. Ein 15-Jähriger war an beiden Überfällen beteiligt. Die jungen Männer zeigten sich in den ersten Einvernahmen geständig, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Als Motiv gaben sie Geldmangel an.

Der erste Überfall passierte am 7. Jänner gegen 23.00 Uhr im Bereich des Rennbahnwegs. Mehrere Jugendliche überfielen einen 15-jährigen Jugendlichen, sie forderten Zigaretten und Kleingeld von ihm. Weil das Opfer jedoch angab, nichts davon bei sich zu haben, zog der 15-Jährige eine Pistole. Danach versetzten zwei weitere Beschuldigte ihrem Opfer jeweils einen Faustschlag ins Gesicht und erbeuteten ein Mobiltelefon, Bargeld und eine Bankomatkarte. Das Opfer wurde leicht verletzt.

Mit Schreckschusspistole und Butterflymesser

Der zweite Raub ereignete sich am 22. Jänner gegen 02.20 Uhr im Bereich der Salztorbrücke. Eine Gruppe Jugendlicher, mit einer Schreckschusspistole und einem Butterflymesser bewaffnet, forderte von ihren Opfern Bargeld. Diese waren nicht bereit, der Aufforderung Folge zu leisten, woraufhin der 15-Jährige einen Schuss mit der Schreckschusspistole abgab. Bei dem Vorfall wurde ein Mobiltelefon erbeutet. Im Zuge einer Sofortfahndung konnten vier Beschuldigte von der Bereitschaftseinheit angehalten und festgenommen werden. Die Raubbeute und die Tatwaffen wurden sichergestellt. Ein Opfer wurde leicht verletzt.

Im Zuge des Ermittlungsverfahrens wurden insgesamt neun Beschuldigte aus mehreren Nationen zwischen 15 und 20 Jahren ausgeforscht. Über vier Beschuldigte des ersten Raubes und drei Beteiligte des zweiten wurde die Untersuchungshaft verhängt. Einer der Tatverdächtigen beim zweiten Raub befand sich bereits in Untersuchungshaft wegen eines anderen Delikts. Die restlichen Jugendlichen wurden auf freiem Fuß zur Anzeige gebracht.

Polizei fasst drei Opferstockdiebe

Drei Opferstockdiebe sind am Mittwoch in Wien-Hietzing festgenommen worden. Die Männer im Alter von 31, 40 und 45 Jahren waren einer Streife beim Verlassen einer Kirche aufgefallen. Bei der Durchsuchung der Verdächtigen fanden die Beamten Klebestreifen und Geld. Laut Polizei besteht der Verdacht des gewerbsmäßigen Betrugs.

Das internationale Trio - ein Bulgare, ein Pole und ein Slowake - hatte die für Opferstockdiebstähle typischen Klebestreifen bei sich. Normalerweise werden diese in den Opferstock gehalten und mit den Münzen, die daran kleben bleiben, wieder herausgezogen, erklärte Polizeisprecher Paul Eidenberger am Donnerstag. Auch im Opferstock der Kirche wurde ein solcher Streifen sichergestellt.

Die Männer hatten laut Polizei 31,59 Euro bei sich - Geld, das aus dem Opferstock entwendet worden sein dürfte. Sie befinden sich in Haft.

( Agenturen , and ) Erstellt am 09.02.2017