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Martin Ho in Wien: Von der Pleite ins „Sanatorium“

Während rund um Martin Hos ehemalige Firmen noch Insolvenzen und Millionenforderungen offen sind, kehrt der Gastronom mit der neuen Bar „Sanatorium“ zurück.
Martin Ho

Die Nachricht ging durch alle Gastronomie-Portale: Die bekannten Barkeeper Jakob und Albert Trummer eröffnen ihr New Yorker Bar-Konzept „Sanatorium“ demnächst in der Wiener Innenstadt, genauer beim Dr.-Karl-Lueger-Platz in der Postgasse 2 im Durchgang gegenüber vom Café Engländer. Eröffnet werden soll laut KURIER-Informationen schon am 3. September.

Der Name des (zuletzt wegen seinen vielen Pleiten) berüchtigten Gastronomen Martin Ho fällt erste ein paar Absätze weiter unten: Dessen „X-Club“ zieht nach 15 Jahren aus der Wollzeile aus und im Untergeschoss des Sanatoriums ein.

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Das "Sanatorium" soll am 3. September im Durchgang der Postgasse 2 im 1. Bezirk eröffnen.

Erklärt wird der überraschende Umzug auf KURIER-Anfrage mit dem stimmigen Konzept, die jetzige Club-Location sei außerdem in die Jahre gekommen. Anders klang das noch bei der Wiedereröffnung im November 2024, als der ehemalige Members-only-Club „ein umfassendes Facelift“ erhielt und auch für die Öffentlichkeit öffnete.

Sushi-Theke statt eigenem Restaurant 

Auch Ho's lang angekündigtes neues RestaurantkonzeptAy-Vy soll im Sanatorium Platz finden, zumindest dessen Sushi. Doch statt wie angekündigt wieder ein eigenes Lokal in Wien zu eröffnen, wird es im Sanatorium stattdessen eine kleine Sushi-Bar ohne eigenen Restaurantbereich geben. Aus den Plänen für ein Objekt im 1. Bezirk sei nichts geworden, wie man auf KURIER-Anfrage erklärt. Tatsächlich gehen die Verbindungen zu Ho im Sanatorium aber noch tiefer.

Betrieben wird das „Sanatorium“ von der Trummer Gastro GmbH, Gesellschafter ist mit 54 Prozent Jakob Trummer. Beteiligt ist aber auch Ho mit seiner „Pure Wish GmbH“ mit 26 Prozent. Noch ein Ho-Name findet sich mit der „One Time GmbH“, die mit 20 Prozent beteiligt ist. Deren Geschäftsführer Kim-Dung Ho ist vermutlich ein enger Verwandter von Ho und war ebenfalls bei einer kuriosen Firmenpleite mit Sitz in Hos ehemaliger „Pratersauna“ beteiligt. 

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Die Eröffnung des "Ay-Vy" in Dubai wurde mehrmals verschoben, am 15. September soll nun tatsächlich eröffnet werden.

Gleichzeitig versucht Ho im Ausland mit Großprojekte wieder Fuß zu fassen. So sollen seine lang angekündigte „Ay-Vy“-Restaurants sowohl am 20. August in Hanoi als auch am 15. September in Dubai eröffnen.

Offene Forderungen in Millionenhöhe 

In Österreich ging seine Dots-Gruppe in den vergangenen Jahren in die Brüche, zahlreiche Firmen wechselten Namen und Geschäftsführung, um kurz darauf Insolvenz anzumelden. Beim Sanatorium scheint Hos Name in keiner offiziellen Funktion auf. 

Selbiges galt für seine ehemaligen Dots-LokaleHidden Club“ und „Dots Establishment“, beide an der Mariahilfer Straße 36. Dem Namen nach sind diese zum „CiCi“-Club und „Cellini“ geworden. Ganz weg war Ho dort jedoch nie - zumindest bis jetzt. 

Cellini

Das „Cellini“ (ehemaliges Dots Establishment) auf der Mariahilfer Straße ging in Konkurs und ist inzwischen geschlossen. 

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Das selbe Schicksal ereilte den CiCi“-Club, ehemaliger Hidden Club. 

Hos ehemalige „Dots Beteiligungs GmbH“, die inzwischen „RHC Invest GmbH“ heißt und an der er 49 Prozent Anteile hält, war weiterhin Mieter der Geschäftslokale an der Mariahilfer Straße 36. Wegen nicht bezahlter Lokalmieten kam es zu einer Mietzins- und Räumungsklage.

Der Vermieter gewann die Klagen, die RHC Invest GmbH ging im Jänner 2026 in Konkurs. Laut Anmeldungsverzeichnis meldeten Gläubiger Forderungen in Höhe von 3,95 Mio. Euro an, davon wurden 3,78 Mio. Euro anerkannt.

Laut KURIER-Informationen soll es kurz vor der Insolvenz noch Masseverschiebungen zugunsten von Ho-nahen Firmen gegeben haben, die man versucht anzufechten. Dieses Vermögen kann aktuell nicht herangezogen werden, um Forderungen der Gläubiger zu tilgen. So soll die RHC Invest beispielsweise noch einen Beratervertrag mit der „Pure Wish GmbH“ in Höhe von 624.762 Euro abgeschlossen haben. Eine Leistung sei aber nicht feststellbar.

Mariahilfer Straße: Nachfolge-Projekte pleite und geschlossen

Besonders bitter endeten für Gläubiger die Nachfolge-Projekte auf der Mariahilfer Straße: Der „CiCi“-Club, den Hos enger Vertrauten Christian Edy als Geschäftsführer übernahm, schlitterte im September 2025 in die Insolvenz. Mangels Vermögen wurde die Gesellschaft liquidiert. Edy leitete in der Vergangenheit für Ho den Club „Vie I Pee“ und die „Pratersauna“, die ebenfalls in Konkurs ging.

Das „Cellini“ ging im März 2026 in Konkurs. Einer der ehemaligen „Cellini“-Geschäftsführer Mario Basac scheint seit Juni 2026 bei der „One Time GmbH“ als Geschäftsführer auf. Nachmieter des Clubs ist das Reformer-Pilates-Konzept „Roform“. Für die Fläche des ehemaligen „Cellini“ laufen noch Gespräche.

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