Chronik | Wien
05.03.2018

Wien: Mariahilfer Straße wird wieder aufgegraben

Vorarbeiten für neue Teilstrecke der U2 beginnen. Kritik an den Bauarbeiten kommt von den Wiener NEOS.

Der Bau der U5 bzw. die neue Streckenführung der U2 wirft in Wien seine Schatten voraus - konkret auf der Wiener Mariahilfer Straße. Die Einkaufsmeile wird für die Vorarbeiten für den U2-Bau ab sofort aufgegraben. Betroffen ist der Bereich zwischen Zollergasse und Kirchengasse, wo die U2 künftig auf die U3 trifft. Der Kfz-Verkehr ist kaum beeinträchtigt, denn der Abschnitt ist Fußgängerzone.

Zunächst wird die Magistratsabteilung 28 (Straßenverwaltung) die bestehende Granitsteinpflasterung zwischen Zollergasse und Kirchengasse herausnehmen. Dabei werden etwa 2.000 Quadratmeter entfernt. Die Steine werden auf einen Lagerplatz verbracht und nach Abschluss der U-Bahn-Bauarbeiten wieder eingesetzt, hieß es in einer Aussendung der MA 28 am Montag.

Danach folgt die Umleitung diverser Einbauten, also zum Beispiel von Kanalrohren, Wasser- oder Stromleitungen. Damit soll Platz für die eigentliche Baugrube der Wiener Linien auf der Mariahilfer Straße geschaffen werden, wurde betont.

Arbeiten bis November

Bei den Wiener Linien weist man darauf hin, dass die Arbeiten nur in einem Bereich von etwa 100 Metern stattfinden werden. Die Arbeiten in der Marihilferstraße sollen bis November 2018 abgeschlossen sein (womit auch das Weihnachtsshopping nicht gestört wird). Ab Februar 2019 wird dann im Bereich Lindengasse/Kirchengasse weitergearbeitet.

Der Fuß- und Radverkehr wird aufrechterhalten, verspricht die MA 28. Auch die Belieferung von Geschäften soll weiterhin möglich sein. Der Betrieb der Buslinie 13A wird ebenfalls nicht beeinträchtigt. Die neue Teilstrecke der U2 wird in Zukunft vom Rathaus bis zum Matzleinsdorfer Platz führen. Auf der bisherigen U2-Teilstrecke zum Karlsplatz wird künftig die neue Linie U5 unterwegs sein.

Kritik von Meinl-Reisinger

Kritik an den Baumaßahmen kommt von den NEOS. „NEOS hat schon 2015 davor gewarnt, dass das 25 Millionen-Prestigeprojekt von Rot-Grün bald wieder einer Dauerbaustelle weichen muss. Damals wurde die Kritik von der Stadtregierung noch weggewischt. Jetzt zeigt sich, dass sich die Kaufleute und die Wienerinnen und Wiener wieder auf eine jahrelang aufgerissene Mariahilfer Straße einstellen müssen. Weitsichtige – und vor allem steuerschonende – Planung sieht anders aus“, erklärt die Klubchefin der NEOS in Wien Beate Meinl-Reisinger.