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Wien
10/21/2016

Wien: 15-Jähriger vor Haustüre mit Messer attackiert

Der Bursche befindet sich außer Lebensgefahr. Hintergründe der Messerattacke in Wien-Liesing sind völlig unklar.

von Dominik Schreiber, Elias Natmessnig

Eine dramatische Bluttat gibt der Wiener Polizei vorerst Rätsel auf. Ein erst 15-jähriger Bursche wurde Freitagfrüh vor einem Gemeindebau in der Pfarrgasse auf den Draschegründen in Liesing niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Von dem Täter fehlt bis dato jede Spur.

Kurz nach 6 Uhr Früh verließ Edon F. die elterliche Wohnung, um zu seiner Lehrstelle bei der Strabag zu gehen. Unmittelbar nachdem er vor die Türe trat, stach ein unbekannter Täter mit einem Messer mehrfach auf den Burschen ein, berichtet ein Polizeisprecher.

Blutüberströmt

Edon F. erlitt sieben bis neun tiefe Stichverletzungen im Brustbereich. Stark blutend läutete er bei der Gegensprechanlage und schleppte sich zurück zur elterlichen Wohnung. Als ihm sein jüngerer Bruder die Tür öffnete, brach der Schwerverletzte im Vorzimmer zusammen. Seine Familie leistete sofort Erste Hilfe und rief die Rettung.

Edon F. wurde in ein Krankenhaus gebracht und dort sechs Stunden notoperiert.

Wie es zu der Bluttat kommen konnte, ist derzeit völlig unklar. Alle Familienmitglieder sind Schweizer Staatsbürger mit albanischem Migrationshintergrund. Die Eltern und der Bruder konnten sich die Attacke nicht erklären. "Er hat mit niemandem Streit gehabt", sagt sein Vater.

Gleich neben dem Wohnhaus befindet sich ein Jugendzentrum.