Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Sonnenschutz-Leitfaden: So rüstet Wien Gebäude nach

Angesichts von immer mehr Hitzetagen und Tropennächten soll ein neuer Leitfaden zeigen, wie Sonnenschutz mit einem harmonischen Stadtbild verbunden wird.
Hitzeschutz

Steigende Temperaturen machen den Hitzeschutz von Gebäuden immer wichtiger. Helfen kann ein außenliegender Sonnenschutz wie Rollläden, Außenjalousien oder Markisen, um die Hitze in Innenräumen zu reduzieren und den Bedarf an Kühlung zu senken.

Wie diese angebracht wird, kann jedoch heikel sein, vor allem an historischen Gebäuden und in Schutzzonen. Die MA 19 (Architektur und Stadtgestaltung) hat daher einen Leitfaden zusammengestellt, der Lösungen für unterschiedliche Gebäudetypen und Fassaden aufzeigt.

46-227471984

Hitzeschutz von Gebäuden in Wien mittels Rollläden, Außenjalousien, Raffstores, Markisen oder Klapp- und Faltläden.

46-227471985

Hitzeschutz von Gebäuden in Wien mittels Rollläden, Außenjalousien, Raffstores, Markisen oder Klapp- und Faltläden.

46-227486720

Hitzeschutz von Gebäuden in Wien mittels Rollläden, Außenjalousien, Raffstores, Markisen oder Klapp- und Faltläden.

„Die Anpassung an den Klimawandel ist eine der zentralen Aufgaben unserer Zeit. Gerade bei historischen Gebäuden müssen wir dabei besonders sensibel vorgehen. Mit einer sorgfältigen Planung können wir beides erreichen: mehr Schutz vor Hitze und ein attraktives, harmonisches Stadtbild“, sagt Franz Kobermaier, Leiter der MA 19.

Richtige Auswahl, Anbringung und Farbwahl

Der Leitfaden „Sonnenschutz und Stadtbild“ soll Eigentümern, Planern und Bewohnern Orientierung bei der Auswahl von Sonnenschutzmaßnahmen bieten.

Im Mittelpunkt steht dabei der außenliegende Sonnenschutz, der besonders wirksam ist, weil er die Sonneneinstrahlung bereits vor dem Eindringen in die Innenräume reduziert. 

Entscheidend sind neben der Funktion auch die Positionierung, die Größe, die Farbe und die Gestaltung der einzelnen Elemente. Die Auswahl hängt von zahlreichen Faktoren ab: vom Fenstertyp und der Öffnungsrichtung bis über die Fassadengestaltung.

Insbesondere bei straßenseitigen Fassaden empfiehlt die Stadt, auf ein einheitliches Erscheinungsbild zu achten. Unterschiedliche Systeme und Farben an einer Fassade können das Gesamtbild stören.

Schutzzonen besonders heikel

In Schutzzonen und Gebieten mit Bausperre gelten besondere Anforderungen. Hier ist auf die Erhaltung der äußeren Erscheinung besonders Bedacht zu nehmen. Für die Anbringung von Sonnenschutzvorrichtungen ist auch eine Bauanzeige bei der zuständigen Behörde MA 37 (Baupolizei) erforderlich.

Dabei gehe es laut Stadt nicht darum, zeitgemäßen Hitzeschutz zu verhindern. Vielmehr sollen Lösungen gefunden werden, die den Anforderungen an die Klimaanpassung entsprechen und gleichzeitig Rücksicht auf die architektonische und städtebauliche Qualität nehmen.

Die Stadt Wien fördert den nachträglichen Einbau von außenliegendem Sonnenschutz als Maßnahme zur Anpassung des Gebäudebestands an den Klimawandel.

Kommentare