Chronik | Wien
12.03.2013

Entscheidende Wochen für Steinhof-Areal

Expertenrunde. Gesamtlösung für das Otto-Wagner-Spital gesucht, Neubauten so gut wie fix

Seit knapp drei Monaten berät eine Expertenkommission über die Zukunft des Otto-Wagner-Spitals. Bei einer Konferenz Anfang April soll das Ergebnis präsentiert werden. Wolfgang Veit, ein Vertreter der Bürgerinitiative in der Runde, gibt aber schon erste Einblicke in die Arbeit der Kommission. „Relativ schnell“ seien die Experten zum Schluss gekommen, dass man das gesamte Spitals-Areal betrachten muss. Das Spital wird bis 2020 abgesiedelt, die Nachnutzung ist noch offen. Die Kommission will das Areal als Gesamtes erhalten. Auch soll das Gelände weiter öffentlich zugänglich bleiben.

„Das ist aber nur möglich, wenn die Stadt Grundeigentümer bleibt“, sagt Veit. Was passiert, wenn die Stadt Grundstücke aus der Hand gibt, könne man am VAMED-Gebäude sehen, dass im Ostteil des Areals errichtet wurde. „Am Anfang haben wir mit den Experten Begehungen des Areals gemacht. Wie sie den VAMED-Neubau gesehen haben, waren auch sie schockiert“, schildert Veit.

Daher wird jetzt nach Möglichkeiten gesucht, neue Bauten harmonisch in das Areal einzugliedern. „Mit so vielen Wohnungen wie geplant wird das nicht gehen“, sagt Veit. Dennoch: „Es wird wohl eine Änderung geben, in welchem Ausmaß wird man noch sehen“, sagt Veit.

Gerhard Hadinger von der Bürgerinitiative „Steinhof erhalten“ lehnt Neubauten weiter ab. Er hat eine Petition zur Nominierung des Otto-Wagner-Spitals als potenzielle UNESCO-Welterbestätte gestartet. Ob er damit Erfolg hat, ist offen. Auch die Kommission könne nur Empfehlungen abgeben, sagt Veit: „Die letzte Entscheidung liegt beim Gemeinderat.“