Lebensgefährliche Messerattacke: Kinder konnten ihren Vater überwältigen
Die 44-jährige Frau befindet sich laut Polizei mittlerweile außer Lebensgefahr.
In Wien-Donaustadt ist es in der Nacht auf Samstag zu einem Fall schwerer häuslicher Gewalt gekommen. Ein 46-jähriger Mann soll seine 44-jährige Ehefrau in einer Wohnung mit einem Messer attackiert und ihr dabei lebensgefährliche Verletzungen zugefügt haben.
Zwei der gemeinsamen Kinder griffen ein, um den Angriff abzuwehren. Die 26-jährige Tochter erlitt dabei eine Schnittverletzung an der Hand, der 23-jährige Sohn eine Stichverletzung am Bein. Den beiden gelang es, den Vater zu überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten.
Der 46-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Die mutmaßliche Tatwaffe, ein Taschenmesser mit rund zehn Zentimeter langer Klinge, wurde sichergestellt.
Die Einsatzkräfte leisteten erste Hilfe, die Verletzten wurden von der Berufsrettung Wien versorgt und in ein Spital gebracht. Die 44-Jährige befindet sich laut Polizei mittlerweile außer Lebensgefahr.
Gegen den Mann wurden ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er in eine Justizanstalt überstellt. Zum Tathergang machte er bislang keine Angaben. Die Ermittlungen führt das Landeskriminalamt Wien.
In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, unter anderem Hilfe und Informationen bei folgenden Adressen:
- Frauen-Helpline: online unter frauenhelpline.at und telefonisch unter 0800-222-555
- Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF): online unter aoef.at
- Frauenhaus-Notruf: unter 057722
- Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217
- Polizei-Notruf: 133
Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Auf der Webseite finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.
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