Wiener Donaukanal: Illegale Bierverkäufer auf dem Rückzug
Die Nachfrage beim legalen und illegalen Bierverkauf am Donaukanal scheint zurückzugehen.
Am Donaukanal gibt es heuer keinen fliegenden Bierverkauf, zumindest keinen legalen. Im Kampf gegen die illegale „Biermafia“ stellte die Stadt den Verkauf im Sommer 2024 auf legale Beine und vergab Lizenzen. Für die gab es heuer jedoch keinen einzigen Interessenten, der KURIER berichtete.
Mit dem vorläufigen Aus für den legalen Verkauf aus dem Rucksack könnte die „Biermafia“ das große Geschäft wittern. Die Stadt verweist auf gemeinsame Aktionen mit der Polizei und dem Marktamt.
Fliegende Bierverkäufer sichtet man am Donaukanal immer seltener.
Wie Wolfang Wengraf von der Gruppe Sofortmaßnahmen erklärt, habe es seit Saisonbeginn schon einige Kontrollen gegeben. Dabei habe man größere Mengen an Getränken beschlagnahmt sowie einige Anzeigen verbuchen können.
Preise steigen, Nachfrage geht zurück
Unterwegs sind die Bierverkäufer auf Fahrrädern, das Dosenbier in Satteltaschen und im Rucksack verstaut. Transportiert werden pro Person auf die Weise rund 40 bis 50 Getränke, die Preise liegen bei 3 bis 5 Euro – je nachdem, wie dringend man das Bier haben will.
Das war zu Pandemie-Zeiten noch deutlich günstiger, jedoch waren auch die Bierverkäufer viel präsenter. Insgesamt sei die Nachfrage rückläufig, was Wengraf auch auf die regelmäßigen Kontrollen zurückführt: „Es spricht sich herum, wenn der Magistrat kontrolliert.“
Auf Kontrollen während Großereignissen wie dem Public Viewing beim Fußball-WM-Spiel Österreich gegen Argentinien verzichte man aus Sicherheitsgründen bewusst.
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