Floridsdorf: CO-Unfall durch Klimaanlage und Therme
Ein Paar kam mit Kohlenstoffmonoxidvergiftung ins Krankenhaus, die Feuerwehr rückte aus (Symbolbild).
Wegen erhöhter Kohlenstoffmonoxidwerte im Blut ist ein Paar am Dienstagabend in Wien in ein Spital eingeliefert worden. Dort schloss man sofort auf einen CO-Unfall in der Wohnung des Paares in Floridsdorf und verständigte die Berufsfeuerwehr.
Die Einsatzkräfte fanden dort gegen 18.50 Uhr eine 15-Jährige und eine 18-Jährige. Die beiden jungen Frauen wurden der Berufsrettung übergeben, berichtete die Feuerwehr am Mittwochvormittag in einer Aussendung.
Wohnung wurde belüftet
Bei den beiden wurden niedrige CO-Werte im Blut festgestellt, hieß es. Die beiden Patientinnen seien jedoch nicht hospitalisiert worden, erklärte eine Sprecherin der Rettung der APA. In der Wohnung wurden im Anschluss die Fenster geöffnet sowie die Wohnung mit einem Hochleistungsgerät belüftet.
Ursache der Kohlenstoffmonoxidvergiftungen dürften zwei mobile Klimageräte gewesen sein, die die Abluft ins Freie geblasen haben. Dadurch sei in der Wohnung Unterdruck entstanden, der verhinderte, dass die Abluft der Gastherme ungehindert durch den Rauchfang abziehen konnte.
Feuerwehr appelliert, Thermen warten zu lassen
Die Berufsfeuerwehr rief am Mittwoch Gasthermenbesitzer dazu auf, ihre Geräte regelmäßig warten zu lassen. "Unter normalen Umständen ist eine Gastherme absolut sicher", hieß es. "Probleme mit einer erhöhten Kohlenstoffmonoxid-Konzentration kann es dann geben, wenn Therme oder Rauchfang nicht oder nur schlecht gewartet sind, es besonders heiß ist oder wenn Ventilatoren die Luft aus der Wohnung ins Freie saugen - beispielsweise bei mobilen Klimaanlagen oder Dunstabzugshauben, die über einen Schlauch die Abluft ins Freie blasen oder über ein mit einer Spezialdichtung abgedichtetes gekipptes Fenster."
Beim Betrieb der Therme im Sommer sollen Fenster und Türen zu dem Raum geöffnet werden, in dem die Therme montiert ist.
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