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Wien
12/02/2015

Berufsretter sollen Obdachlosen geschlagen haben

Die beiden Männer von der Berufsrettung wurden bereits ausgeforscht und entlassen.

Zwei Mitarbeiter der Wiener Berufsrettung sollen laut einem Bericht der ORF-Sendung Wien heute von Dienstag einen Obdachlosen mit einem Schlag ins Gesicht leicht verletzt haben. Ein Sprecher der Berufsrettung bestätigte gegenüber der APA den Vorfall, der sich Mitte November ereignet haben soll. Die beiden Sanitäter wurden dabei aufgrund eines internen Kontrollsystems ausgeforscht und entlassen.

Das Landeskriminalamt ermittelt in dieser Causa. Laut "Wien heute" wurde die Berufsrettung gerufen, da ein scheinbar betrunkener Obdachloser bewegungslos vorgefunden worden ist. Dem Mann soll daraufhin ins Gesicht geschlagen worden sein.

Entlassen und angezeigt

Nach Bekanntwerden des Vorfalls wurden beide Mitarbeiter vom Dienst abgezogen, mit sofortiger Wirkung entlassen und eine Anzeige folgte. Als Motiv gaben sie gegenüber der Polizei an, "der Mann sei ihnen lästig gewesen", hieß es im ORF-Bericht.

"Ein solches Verhalten wird seitens der Berufsrettung Wien keinesfalls geduldet. Null Toleranz bei Gewalt, hier gibt es keine Ausnahmen. Das Wohl der Patientinnen und Patienten steht an oberster Stelle", kommentierte Rainer Gottwald, Leiter der Rettung, den Vorfall. "Wir verfügen über ständige Kontrollen, um ein solches Fehlverhalten zu erkennen" sagte Gottwald weiters. Genannt wurden Kontrollfahrten der "Field Supervisor", Oberärzte und Offiziere, die Überprüfung jedes Einsatzprotokolls durch den Vorgesetzten und der ständige Austausch mit den Krankenhäusern.

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